Pressemitteilungen der fbr


Darmstadt, im Februar 2006

fbr übernimmt Regional-Büro Europa für den internationalen Regenwasserverband IRCSA

Der Internationale Regenwasserverband International Rainwater Catchment Systems Association (IRCSA) hat der Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung (fbr) das Regional-Büro für Europa übertragen. Die IRCSA ist ein Zusammenschluss von Wissenschaftlern, die weltweit die Regenwassernutzung fördern und alle 2 Jahre eine Konferenz organisieren. Jessica Salas (Philippinen), Präsidentin des Weltverbandes will mit der festen Einrichtung einer Geschäftsstelle in Deutschland die Anbindung des Weltverbandes nach Europa weiter stärken. "Die Wahl auf Deutschland und die Übernahme durch die Fachvereinigung stand seit längerem auf der Wunschliste", so IRCSA - Europadirektor Willem P. Boelhouwer, Niederlande.
Beide Verbände wollen die gemeinsame internationale Arbeit der Betriebs- und Regenwassernutzung weltweit forcieren.
Martin Bullermann, 1. Vorsitzender der fbr, weiß, "dass Deutschland international einen sehr guten Ruf in der dezentralen Technologie der Betriebs- und Regenwassernutzung genießt. Hohe Erwartungen an Politik und Fachleute werden in den nächsten Jahren an Europa und explizit Deutschland gestellt, um Lösungen für die weltweiten Problem in der Wasserversorgung zu finden. Dabei wird die Regenwassernutzung eine wesentliche Ressource für die Grundversorgung sein. Die fbr ist bereits seit langem mit den fortschrittlichen Wasserfachleuten in Europa in einem intensiven Dialog."
Die Verbindung fbr und IRCSA besteht bereits seit vielen Jahren. Gemeinsam wurden 2001 die 1. Internationalen Regenwassertage in Mannheim organisiert. Mehr als 500 Teilnehmer aus Übersee informierten sich über die Technik in Deutschland. Mittlerweile sind daraus eine Vielzahl von Kooperationen und geschäftliche Beziehungen entstanden. Ebenfalls durch den Erfahrungsaustausch der Konferenz wurden mehrere Förderprogramme zur Regenwassernutzung wie z. B. in Indien, Sri Lanka und Australien initiiert.


Darmstadt, im November 2005

fbr-Schriftenreihe Band 10 Betriebs- und Regenwassernutzung - Bestandsaufnahme und Zukunftsvision erschienen

Der nachhaltige Umgang mit der Ressource Wasser ist nach wie vor im Focus der europäischen Umweltpolitik. Auch in Deutschland orientiert sich die Wasserwirtschaft zunehmend neu und öffnet sich innovativen Technologien mit dezentralen Strukturen.
In dem vorliegenden Band 10 der Schriftenreihe der Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung e.V. werden in verschiedenen Aufsätzen der aktuelle Stand der Technik sowie unterschiedliche Projekte und Entwicklungen innerhalb der Betriebs- und Regenwassernutzung vorgestellt und diskutiert. Es werden Wege und Möglichkeiten aufgezeigt den Wassermarkt in Deutschland aktiv mitzugestalten und international neue Impulse zu setzen. Beiträge zu Herausforderungen und Visionen einer zukünftigen Modernisierung der Wasserwirtschaft runden den Band 10 der fbr-Schriftenreihe ab.
Es ist hierzu gelungen viele hochqualifizierte Persönlichkeiten und Meinungsführer, die von Beginn an die Diskussion um die Betriebs- und Regenwassernutzung entscheidend geprägt haben, für das Buch zu gewinnen.

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Darmstadt, im Juni 2005

Regelwerk "Grauwasser-Recycling" fertiggestellt

Das fbr-Hinweisblatt H 201 Grauwasser-Recycling, Planungsgrundlagen und Betriebshinweise ist von der Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung als bisher erstes und einziges Regelwerk aktuell veröffentlicht worden. Das vorliegende fbr-Hinweisblatt H 201 dokumentiert den aktuellen Wissensstand in diesem Bereich und definiert Anforderungen an Planung, Ausführung, Betrieb und Wartung, die sich in der Praxis bewährt haben. Das fbr-Hinweisblatt H 201 dient als Empfehlung für Hersteller, Planer und Interessierte und gibt erste Informationen für den Betrieb der Anlagen. Das fbr Hinweisblatt H 201 kann in Kürze auf der homepage der fbr www.fbr.de in voller Länge eingesehen oder bei der fbr-Geschäftsstelle für 20.-Euro bestellt werden.

Das Hinweisblatt ist auch in englischer Sprache erhältlich. Da es das erste Hinweisblatt zum Thema ist, sind Übersetzungen in weitere Sprachen geplant.

| Download H 201 zur Ansicht (pdf  426 kB)


Darmstadt, im Mai 2005

Positive Resonanz für den fbr – Gemeinschaftsstand auf der IFAT 2005

Eine hervorragende Resonanz verzeichnete der fbr Gemeinschaftsstand auf der IFAT 2005, Internationale Fachmesse für Wasser, Abwasser, Abfall, Recycling vom 25. bis 29. April 2005 in München. Die fbr konnte auch in diesem Jahr in enger Zusammenarbeit mit der Messe München einen fbr- Gemeinschaftsstand zum Thema Betriebs- und Regenwassernutzung und Versickerung organisieren. Weitere Mitgliedsunternehmen der fbr präsentierten ihre Produkte und Dienstleistungen im Umfeld des fbr- Gemeinschaftsstandes in der Halle A 3.

Flächenzuwachs für die Betriebs- und Regenwassernutzung 
Nach dem erfolgreichen Start der Betriebs- und Regenwassernutzung konnte die Anzahl der Aussteller und die Ausstellungsfläche wesentlich erweitert werden. Mehr als 400 m² Fläche wurde von fbr-Mitgliedern in der Halle A 3 belegt. Nach dem anfänglich ruhigen Einführungstag am Montag, stieg die Besucherfrequenz an den Kerntagen Dienstag, Mittwoch und Donnerstag erheblich an. Insgesamt 10 Prozent Besucheranstieg gegenüber 2002 nach Angaben der Messeleitung verdeutlicht das Interesse an der Umwelttechnik. Erfreulich war auch in diesem Jahr wieder die Anzahl internationaler Besucher , die sich über die Betriebs- und Regenwassernutzung informierten. Auffällig war die Besucherresonanz der osteuropäischen Nachbarländer neben Interessierten aus dem asiatischen Raum.

fbr-Standkonzept
Das Konzept des fbr-Gemeinschaftsstandes zur IFAT bietet den fbr-Mitgliedern eine kostengünstige und effektive Beteiligung an der Messe. Organisation und Abwicklung des Standbaus wurden von der fbr durchgeführt. Für die Betreuung der Mitglieder und Besucher stand wie bisher der Kommunikations– und Cateringbereich auf dem fbr- Gemeinschaftsstand zur Verfügung. Für die Fachbesucher standen neben der individuellen Beratung vor allem die aktuellen Publikationen zur Verfügung. Neben dem neuen fbr-Branchenführer 2005 und fbr-wasserspiegel fand vor allem die fbr-Marktübersicht Regenwassernutzung und Versickerung eine große Nachfrage. Für spezielle Fragestellungen konnten weitere Unterlagen der Fachvereinigung wie z.B. die Betriebsanleitung zur Regenwassernutzung oder die fbr-tops ausgegeben werden. Selbstverständlich zeigten die beteiligten Unternehmen des fbr-Gemeinschaftsstandes und die im Umfeld platzierten Unternehmen zahlreiche Produkte zur Regenwassernutzung, Versickerung sowie zum Grauwasser – Recycling.

fbr-Hinweisblatt H 201
Exklusiv für die IFAT 2005 wurde das neue Hinweisblatt H 201, Grauwasser-Recycling, Planungsgrundlagen und Betriebshinweise in seiner Endfassung vorgestellt. Auch die englische Übersetzung des Hinweisblattes konnte an die internationalen Fachbesucher ausgegeben werden. Auf Beschluss des Vorstandes wird das Hinweisblatt H 201 demnächst auf der fbr-homepage zu finden sein.

Vielfältige Produkte zur Siedlungswasserwirtschaft 
Neben der bewährten Technik zur Regenwassernutzung, mit neu entwickelten Speichern gemäß DIN 1989 Teil 3, Ergänzungen im Zubehörprogramm waren Weiterentwicklungen der Filtration von Regenwasser von Metallflächen ausgestellt. Damit hat die Industrie auf die Vorgaben der Verordnungen der Länder reagiert und entsprechende Produkte zur Retention der Metallemissionen entwickelt. Im Rahmen der Regenwasserversickerung waren alle namhaften Hersteller vertreten. Das zeigt, das sich in der Praxis die Versickerungsrigolen mehr und mehr durchgesetzt haben.

Fazit
Die IFAT 2005 entwickelt sich weiterhin positiv für die Betriebs- und Regenwassernutzung. Nicht nur die Resonanz des Fachpublikums auch das umfangreiche Beiprogramm der Messeveranstaltung mit Fachvorträgen und Foren bieten eine Vielzahl von Möglichkeiten sich dem Fachpublikum vorzustellen und innovative Ideen auszutauschen. Erfreulich war für die fbr der Beitritt von sechs neuen Mitgliedern. Die fbr wird auch vom 05. bis 09 Mai 2008 in München wieder auf er IFAT vertreten sein. Die ersten Zusagen von Mitgliedern an einer Beteiligung am fbr- Gemeinschaftsstand liegen bereits vor.


Darmstadt, im April 2005

ISH 2005 – ein großer Erfolg für die fbr –

Die ISH, internationale Fachmesse für Gebäude- und Energietechnik, vom 15. bis 19. März 2005 in Frankfurt liegt hinter uns. Die Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung präsentierte sich zusammen mit dem Hessischen Umweltministerium wie gewohnt mit einen Messestand in der Halle 9.1 D10. Die Halle 9.1 bewährt sich zunehmend als Präsentationsfläche der Regenwasserbranche. Weitere Unternehmen sind dazu gekommen, nachdem die fbr eine dauerhafte Etablierung der Themen Betriebs- und Regenwasser mit der Messeleitung für die Halle 9.1 abgesprochen hat. Die gesamte Ausstellungsfläche konnte erfreulicherweise in diesem Jahr noch vergrößert werden. Überraschend positiv war die große Resonanz der Besucher auf dem fbr-Messestand. Besonders die Resonanz des internationalen Fachpublikums welche das weltweit zunehmende Interesse an der Betriebs- und Regenwassernutzung dokumentiert, war zu verzeichnen. Rechtzeitig zu Beginn der Messe ist der aktuelle fbr-wasserspiegel 2/05 und die neue fbr Marktübersicht 2005/2006 Regenwassernutzung und Versickerung fertiggestellt worden. Ebenfalls gehörte der brandaktuelle fbr-Branchenführer 2005 zu den Unterlagen, die der interessierte Fachbesucher mit nehmen konnte. Weitere fbr-tops, Betriebsanleitungen sowie aktuelle Broschüren des Hessischen Umweltministeriums wurden an die interessierten Besucher ausgegeben. Speziell für den Fachbesucher zum Thema Betriebs- und Regenwassernutzung hielt die fbr wieder einen separaten Messeführer bereit, mit allen auf der ISH ausstellenden Mitgliedsunternehmen (35), der sehr gut von den Besuchern angenommen wurde. 

Standkonzept mit guter Resonanz
Der von der fbr angebotene Prospektservice wurde von den Mitgliedern gut gebucht. Alle zur Verfügung stehenden 30 Prospektfächer waren vergeben. Für die ISH 2005 wurde der fbr-Messestand im Bereich des Prospektservice umgebaut. Von der rückwärtigen Seite des Messestandes sind die Fächer in den vorderen Teil verlegt worden. Zusätzliche Ablagen für fbr-Publikationen wurden ebenfalls eingerichtet. Die Beratungsmöglichkeit und Ausgabe der Prospekte sind für den Besucher damit erheblich erleichtert worden. Die große Resonanz der Fachbesucher und die Vielzahl der ausgegebenen Prospekte sprechen für sich. Bereits zum 5. Mal hat sich das Hessische Umweltministerium an dem Messestand der fbr beteiligt. In diesem Jahr informierte das Ministerium in einer Posterpräsentation zu den Themen: "Die sichere Lagerung von Heizöl, Schutz des Trinkwassers und zur Nutzung von Erdwärme." Neben zahlreichen Broschüren zu den genannten Themen standen Fachleute vom Hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie (HLUG) den interessierten Besuchern für Beratungsgespräche zur Verfügung.

Presse mit viel Interesse
Traditionell fand am Mittwoch Vormittag die Pressekonferenz auf dem fbr-Messestand statt. Martin Bullermann und Dietmar Sperfeld informierten die eingeladenen Pressevertreter über neueste Entwicklungen im Segment der Betriebs- und Regenwassernutzung.

Optimistisches beim 5. fbr-Branchentreff
Viele Mitglieder der Fachvereinigung konnten wieder auf dem Messestand begrüßt werden. Anregungen und Ideen wurden ausgetauscht und warten auf eine zukünftige Umsetzung. Aus dem Bundesumweltministerium konnte die fbr Frau Henriette Berg, Ministerialdirigentin und Leiterin der Abteilung Wasser und Abfallwirtschaft begrüßen. Traditionell fand am Donnerstag Abend der 5. fbr-Branchentreff statt. Viele Mitglieder nutzten den Abend für einen zwanglosen Meinungsaustausch untereinander. Allgemein waren alle mit dem Messeverlauf hoch zufrieden, was sicherlich zu der otimistischen Stimmung beitrug. Erfreulich war die Resonanz der internationalen fbr-Mitglieder. Wobei sich eine schweizerische und eine niederländische Gruppe sowie Mitglieder aus Österreich und Belgien einfanden.

Fazit
Die große Resonanz der Besucher auch bei den übrigen Ausstellern gibt ein positives Signal für das Jahr 2005. Die Vielzahl der ausgegebenen Prospekte und neuen fbr Publikationen zeigen nach wie vor ein vielfältiges Interesse an dem Thema Betriebs- und Regenwasser. Ebenso erfreulich war für die fbr, dass über 10 neue Mitglieder im Rahmen der Messe für unseren Verband gewonnen werden konnten. Neue Ideen und Anregungen sind aus den Gesprächen mitgenommen worden. Besonderer Dank gilt denjenigen Mitgliedern aus den fbr- Fachgruppen, die durch Ihren Standdienst den fbr-Messeauftritt unterstützt haben.


Darmstadt, im April 2005

Betriebs- und Regenwassernutzung auf der IFAT 2005 in München

Zum zweiten Mal wird das Thema Betriebs und Regenwassernutzung mit Unterstützung der fbr e.V. auf der IFAT 2005 in Halle A 3 zusammenfassend präsentiert. Erfreulich ist die zunehmende Zahl von Ausstellern, die neue Technologien und Produkte der dezentralen Betriebswasserversorgung präsentieren.
Zentraler Informationsstelle zu diesem Thema ist auch in diesem Jahr wieder der fbr Gemeinschaftsstand in Halle A 3 Stand 506/2. fbr - Mitgliedsunternehmen stellen auf dem Gemeinschaftsstand und auf den umliegenden Flächen ihre aktuellsten Produkte aus und Beraten zum Thema.

Wassersparen nimmt zu

Die steigende Nachfrage im Bereich der Privathaushalte hält weiterhin an. Fast jeder zweite Bauherr im Eigenheimbereich möchte heute wassersparende Maßnahmen in Form von Regenwassernutzung oder Grauwasser-Recycling realisieren. Große Steigerungsraten nach Wasserspartechnologien sind zudem im Gewerbe und von Industrieunternehmen zu verzeichnen.
Bereits heute sind in vielen bedeutenden öffentlichen Neubauten aber auch in Industrieunternehmen
Anlagen zur Betriebs- und Regenwassernutzung eingebaut. Angesichts der bedrohlichen Ausmaße zunehmender Wasserknappheit im globalen Zusammenhang und steigender Gebühren in Deutschland eine logische Maßnahme der Bauherren zur Zukunftsvorsorge.

International steigendes Interesse

Weltweite Wasserknappheit - vor allem durch die sinkende Wasserqualität mahnen zu einem nachhaltigem Umgang mit Wasser. Seit den Internationalen Regenwassertagen 2001 in Mannheim, veranstaltet von der fbr, sind weltweit eine Vielzahl von Projekten realisiert worden. Beispielsweise in Indien wurde ein Regierungsprogramm erlassen, das weitestgehend die Regenwassernutzung für alle neue Bauvorhaben vorschreibt. In Australien hat ebenfalls die Regenwassernutzung und Grauwasser-Recycling wesentlich an Bedeutung gewonnen. Zahlreiche weitere Beispiele sind in Asien oder Südamerika bekannt.

Zukunftsentwicklung - Vernetzung dezentraler Wassertechnologie

Angesichts der zunehmenden Kostenexplosion im Bereich der Siedlungswasserwirtschaft in Europa und die zunehmende Wasserknappheit weltweit wird die Vernetzung verschiedener dezentraler Wassertechnologien das Zukunftsthema Nr. 1 sein. Nachdem die Regenwassernutzung und Regenwasserversickerung als wesentliche Planungselemente einer dezentrale Bewirtschaftung in Siedlungsgebieten zum Standard geworden sind, gilt es zukünftig Wasserrecycling, weitergehende Betriebswasseraufbereitung ggf. bis zur Trinkwasserqualität, ökologische Sanitärkonzepte und weitere Technologien integrativ zu entwickeln. Schlagworte wie "wasserautarke Gebäude" und abwasserlose Häuser" sind bereits in der heutigen Diskussion.
Diesen Herausforderungen wollen sich die Unternehmen und auch die Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung e.V. (fbr) in Zukunft stellen.
Auf dem Gemeinschaftsstand der Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung und in dessen Umfeld werden in einer Sonderschau sowohl Kompaktanlagen und Einzelkomponenten zur Regenwassernutzung als auch Bauteile zur Versickerung und zum Wasser-Recycling den Besuchern der Messe präsentiert.

Wir freuen uns in München in Halle A 3 auf Ihren Besuch.

 


 

Darmstadt, im März 2005

2005 ist Jahr der Regenwassernutzung

Das Jahr 2005 wird für die Branche wie für die fbr sicher eines der Aktivsten überhaupt. Die ISH - Internationale Fachmesse Gebäude- und Energietechnik in Frankfurt im März sowie die IFAT - Internationale Fachmesse für Wasser, Abwasser, Abfall, Recycling in München im April bietet insbesondere Herstellern die Möglichkeit einer Standortbestimmung und neueste Produktentwicklungen der Fachöffentlichkeit vorzustellen. Auf beiden Veranstaltungen – zum zweiten Mal auch auf der IFAT Dank der Aktivitäten der fbr – werden zahlreiche Exponate und Systemlösungen zur Betriebs- und Regenwasser­nutzung, dem Wasserrecycling und der Versickerung zu besichtigen sein. Die fbr ist in Frankfurt und München vertreten und wird die Gelegenheit nutzen, den zahlreichen Interessenten Rede und Antwort zu stehen.

Im Juni wird dann wieder eine fbr-Fachtagung stattfinden. Ein hochkarätiges Programm das u.a. wegen des 10-jährigen Bestehens der fbr die Chance für den Einblick in zukünftige Entwicklungen auf dem Fundament des Erreichten ermöglicht. Eine Pflichtveranstaltung für alle am Thema Betriebs- und Regenwasser Interessierten.

Ein Ausblick in die Zukunft: Die Vernetzung verschiedener dezentraler Wassertechnolo­gien wird das Thema der nächsten 10 Jahre sein. Nachdem z.B. die Kombination Re­genwassernutzung und -versickerung heute zum Standard gehört, gilt es zukünftig Was­serrecycling, weitergehende Betriebswasseraufbereitung ggf. bis zur Trinkwasserqualität, ökologische Sanitärkonzepte und weitere innovative Technologien integrativ zu entwickeln. Schlagworte wie „wasserautarke Gebäude“ und „abwasserlose Häuser“ sind be­reits in der heutigen Diskussion. National wie international besteht großes Interesse.


Darmstadt, im März 2005

Technische Konsolidierung in der Betriebs- und Regenwassernutzung
Hersteller trotzen mit neuen Innovationen dem konjunkturellen Umfeld

Mit der Internationalen Fachmesse Gebäude- und Energietechnik (ISH) in Frankfurt am Main findet alle zwei Jahre eine technische Bestandsaufnahme der modernen Haustechnik statt. Auch die Hersteller von Komponenten und Anlagen der Betriebs- und Regenwassernutzung stellen sich dieser Herausforderung.

Während sich in den letzten Jahren mit großem Tempo die Technik der Systeme von der „Einzelkomponentenanlage“ zur „Zweikomponentenanlage“ enorm entwickelt hat findet momentan eine technische Konsolidierung statt. Die Anlagenteile werden weiter kompaktiert und hinsichtlich Wirkungsgrad und Zuverlässigkeit optimiert. Des Weiteren haben sich viele Hersteller in Richtung verschiedenster Systeme zur Regenwasserbe­wirtschaftung – auch Versickerung und Rückhaltung – verifiziert und zukunftsorientierte Systeme entwickelt.

Im Bereich des Grauwasserrecyclings bieten mittlerweile verschiedene Hersteller Anlagen für Ein- und Zweifamilienhäuser an, so dass der zügigen Verbreitung dieser Wasserrecyclingsysteme nicht mehr im Weg steht.

Die Branche beweist somit einmal mehr – auch in dem zur Zeit schwierigen konjunkturellen Umfeld – welche Innovationskraft in ihr steckt.


Darmstadt, im März 2005

"Die Regenwassernutzung trägt zur Stärkung des Sanitärhandwerks bei"

Jährlich werden mehr als 50.000 Regenwasseranlagen in Wohnhäusern eingebaut. Diese Entwicklung wurde durch die technische Entwicklung der Regenwassernutzung begünstigt: Waren anfänglich die Regenwasseranlagen noch individuelle Eigenkonstruktionen ist heute zumindest im Bereich der Ein- bis Vier-Familienhäuser mit industriell gefertigte Serientechnik im Markt verfügbar.

Die DIN 1989 "Regenwassernutzungsanlagen" ist für Fachhandwerker und Anwender von großer Bedeutung, da sie erstmals für die Regenwassernutzung einen rechtsverbindlichen Stand der Technik fest schreibt. In der Norm wird auf Verwendungszwecke wie die Toilettenspülung, Wäsche waschen und Gartenbewässerung eingegangen. Der Aufbau einer Anlage bestehend aus den Komponenten Speicher, Filter, Betriebswasserpumpe und Nachspeisung wird detailliert dargestellt sowie Dimensionierungsverfahren beschrieben. Mit Fertigstellung des Teil 4 der Norm voraussichtlich im Sommer 2005 ist die Schnittstelle von Betriebswassernetz zur Trinkwasserinstallation nach Stand der Technik klar definiert. Acht Jahren nach Antragstellung im Dezember 1996 auf Normung von Regenwassernutzungsanlagen neigt sich damit die erfolgreiche Erarbeitung der Erstellung einer Norm für Regenwassernutzungsanlagen dem Ende zu. Mittlerweile ist diese Normungsreihe eine unersetzliche Hilfe für Planer und Fachunternehmen des Handwerks für den Einbau von Anlagen sowie den Herstellern zur Realisation ihrer Pro­dukte und Komponenten geworden.

Es zeichnet sich ab, dass die moderne Regenwassernutzungsanlage im Prinzip nur noch aus zwei Bauteilen besteht: Im Bauteil Speicher wird der Filter mit integriert sein. Gleichzeitig berücksichtigt der Speicher alle verfahrensbedingten Anforderungen an die Wasserführung und die notwendige Rückstausicherung. In den Regenwasserzentralen ist die Systemsteuerung mit der Pumpe und Trinkwassernachspeisung zusammengefasst. Diese beiden Bauteile werden nach dem "Schlüssel-Schloss-Prinzip" auf der Baustelle miteinander verbunden - und fertig ist die moderne betriebssichere Regenwassernutzungsanlage. "Die DIN gibt dem Installateur Sicherheit und wirtschaftliche Vorteile" so Franz-Josef Heinrichs, Referent des Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK). Der Endkunde wird ebenfalls von einem guten technischen Regelwerk und dadurch garantierte Qualitäts- und Sicherheitsstandards genormter Produkte sowie aussagekräftigen Verwendungsregeln profitieren."


Darmstadt, im März 2005

Neuerscheinung Betriebsanleitung Regenwassernutzungsanlagen

Auf der Grundlage der DIN 1989-1 Regenwassernutzugs­anlagen sowie der neuen Anforderungen der Trinkwasserverordnung wurde diese Be­triebsanleitung mit einem integrierten Muster-Wartungsvertrag erstellt. Nach dem Werk­vertragsrecht ist der Anlagenersteller in der Pflicht, den Betreiber zur Erfüllung seiner Sorgfaltspflichten in die Bedienung der haustechnischen Anlagen einzuweisen und mit der Betriebsweise vertraut zu machen. Neben diesen Normanforderungen und den werk­vertraglichen Notwendigkeiten einer Betriebsanleitung fordert aber auch die Trinkwasser­verordnung einen bestimmungsgemäßen Betrieb und verlangt zudem, dass die Inbe­triebsetzung einer Regenwassernutzungsanlage dem jeweils zuständigen Gesundheits­amt angezeigt wird. Die neue Betriebsanleitung beinhaltet diese Verordnungs- und Nor­manforderungen, die ein Betreiber einer Regenwassernutzungs­anlage kennen und be­achten muss.

Inhalt der Betriebsanleitung:

  • Anzeige der Inbetriebsetzung an das Gesundheitsamt

  • Fachunternehmerbescheinigung

  • Inbetriebnahme- und Einweisungsprotokoll

  • Hinweise für Inspektion und Wartung

  • Hinweise für Betreiber

  • Tabelle über Inspektions- und Wartungsmaßnahmen

  • Muster-Wartungsvertrag für Regenwassernutzungsanlagen

Die Betriebsanleitung sollte jeder Betreiber bei der Abnahme und Übergabe durch das Fachunternehmen überreicht bekommen.
Die Bedienungsanleitung kann auch in größeren Stückzahlen zum Selbstkostenpreis bestellt werden. | Weitere Informationen |


Darmstadt, im März 2005

Regenwassernutzung international im Aufwind

Die Betriebs- und Regenwassernutzung für Siedlungsgebiete wird international immer populärer. Deutschland nimmt weltweit eine Führungsrolle in der Betriebs- und Regenwassernutzung ein. Seit der Internationalen Regenwassertage 2001 in Mannheim - die von der fbr veranstaltet wurden - sind weltweit eine Vielzahl von Pro­jekten realisiert worden. Aufbauend auf den Erfahrungen und dem Austausch auf dieser erstmalig in Europa stattgefundenen Konferenz sind weitergehende Aktivitäten und Programme unternommen worden. In Indien beispielweise ist ein Regierungsprogramm erlassen worden, das weitestgehend die Regenwassernutzung für alle neuen Bauvorhaben vorschreibt. Hintergrund des Programms ist die massive Wasserverschmutzung sowie der enorm gestiegene Wasserverbrauch. Gleichzeitig sind in Indien weitreichende Gebiete vom Monsunregen abhängig. Durch globale klimatische Veränderungen können die Monsunniederschläge unregelmäßig oder gar nicht aufgetreten.


Darmstadt, im Dezember 2004

Sonderheft „Marktübersicht“ wird neu aufgelegt

Im Frühjahr 2005 zur ISH erscheinen alle Marktübersichten zur Regenwassernutzung und -versickerung in einem überarbeiteten Sonderheft. Hersteller, die bislang noch nicht berücksichtigt wurden und ihre Produkte dokumentiert haben möchten, finden im Internet unter www.fbr.de/aktuell/mue_bestellung_komplett.pdf ein Bestellformular sowie die Fragebogen zu den aufgeführten Produkten Filter, Innenspeicher aus Kunststoff, Außenspeicher aus Kunststoff, Betonspeicher, Trocken aufgestellte Pumpen, Tauchpumpen, Regenwasserzentralen, Garten-Regentonnen, Versickerungsschächte, Füllkörper-Rigolenversickerung, Rohr-Rigolenversickerung sowie Grauwasserrecyclinganlagen. Um in der Neuauflage berücksichtig zu werden ist eine Rückmeldung bis 15.Januar 2005 erforderlich. 

fbr-Branchenführer wird zur Zeit überarbeitet und neu aufgelegt

Die Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung e.V. leistet mit dem komplett überarbeiteten und aktualisierten fbr-Branchenführer „Betriebs- und Regenwasser“ 2005 ihren Beitrag zur Vermittlung von kompetenten Fachleuten und -firmen. Über 300 leistungsfähige Firmen und Büros aus den Bereichen Regenwassernutzung, Grauwasser-Recycling, dezentraler Abwasserreinigung, Regenwasserversickerung, Dachbegrünung und ökologische Sanitärkonzepte sind in der Zusammenstellung der Branche mit ihrem jeweiligen Angebotsspektrum vertreten. Der fbr-Branchenführer 2005 erscheint im März zur ISH. Konditionen für einen Eintrag können bei der fbr, Havelstr. 7A, 64295 Darmstadt, Tel.: 06151/339257, Fax: 06151/339258, e-mail: info@fbr.de angefordert werden. 


Darmstadt, im November 2004

Ökologische Wassertechnik in der Architektur und Landschaftsplanung
fbr-Fachsymposium in Kooperation mit der Stadt Wetzlar am 11.11.2004 in Wetzlar

Projektübergreifende Lösungen zur Regenwassernutzung und Regenwasserbewirtschaftung in der ökologischen Architektur und Stadtplanung waren die Leitthemen auf dem fbr-Fachsymposium in Wetzlar. Der Umgang mit Wasser sowohl im Gebäude als auch auf dem Grundstück sind zunehmend wichtige Fragen mit denen sich Planer und Architekten auseinandersetzen müssen. Sobald z.B. über die Nutzung von Betriebswasser oder über die gebührenneutrale Ableitung des Wassers Kosten eingespart werden können, steigt auch das Interesse der Bauherren nach diesen Systemen. Stefan Brückmann, Atelier Dreiseitl Überlingen, konnte den über 40 Architekten und Planernin Wetzlar Akzente moderner und ökologischer Planungen im Städtebau bis hin zu Lösungen am und im Gebäude vorstellen. Neben dem Einsatz von Regenwasser zu Kühlungszwecken und Wohnklimaverbesserungen im Gebäude überzeugten ebenso die Planungen zur Stadthydrologie die Teilnehmer.

Kurze Amortisationszeiten

Dr. Mathias Kaiser, Ingenieurbüro Kaiser Dortmund, demonstriert exemplarisch an industriellen Großprojekten die Möglichkeiten der Regenwasserversickerung auch unter erschwerten und minimalen Platzverhältnissen im Ruhrgebiet. Amortisationszeiten der Bauvorhaben zur Regenwasserbewirtschaftung zwischen zwei und vier Jahren waren dabei die Regel.

Den wichtigen Stellenwert der Regenwassernutzung, vor allem auch für öffentliche und gewerbliche Einrichtungen sowie die guten Erfahrungen mit diesen Anlagen betonte Peter Hauptvogel, Stadtrat der Stadt Wetzlar in seinem Erfahrungsrückblick. In Wetzlar sind in den letzten 10 Jahren sehr viele Anlagen mit ausschließlich positiven Erfahrungen realisiert worden. Die Stadt Wetzlar wird auch zukünftig die Betriebs- und Regenwassernutzung unterstützen, so Hauptvogel.

Minimaler Aufwand durch geschickte Installation

Nachrüstung von Regenwassernutzungsanlagen in bestehende Gebäude ist aus technischer Sicht einfach durchzuführen, wie Gerhard Deltau 2. Vorsitzender der fbr darstellte. Zwei Anlagenkomponenten, Speicher mit Einbauteilen sowie der Druckerhöhung mit Steuerung und integrierter Trinkwassernachspeisung sind die Hauptbauteile einer Regenwassernutzungsanlage Diese Anlagenkomponenten werden bereits vorinstalliert angeliefert. Die Verlegung des notwendigen zweiten Rohrleitungsnetzes im Gebäude gestaltet sich recht einfach.

Nutzung vorhandener Leitungsschächte oder geschickte Leitungsführung z.B. unter der Kellerdecke bis zur Zapfstelle reduziert die Installation auf ein Minimum. So wird selbst der nachträgliche Einbau in bestehende Bäder leicht gemacht. Sichtblenden und entsprechende Rohrleitungen hält der Fachhandel vorrätig.

Innovation Wasserrecycling

Die Wiederverwendung von gereinigtem Dusch- und Badewasser ist in Deutschland mittlerweile zum Stand der Technik geworden, so Dr. Georg Mehlhart. Mehr als 10 Jahre Forschungs- und Entwicklungsarbeit wurden erfolgreich abgeschlossen. Mittlerweile sind neben Großanlagen in Hotels, Seniorenheimen, Sport- und Fitnessclubs rd. 800 Grauwasseranlagen in Privathaushalten erfolgreich im Einsatz. Diese Systeme in kompakter Bauform reduzieren den Trinkwasserbedarf um rd. 40 bis 50 Prozent im Gebäude. Im Hinblick auf Wartung und Betrieb sind die Anlagen vergleichbar mit einer Zentralheizung. Für Architekten und Planer, die diese Anlagen zukünftig einbauen wollen ist das aktuelle fbr-Hinweisblatt H 201 "Grauwasser-Recycling – Planungsgrundlagen und Betriebshinweise" ein hilfreiches Nachschlagewerk, das über die fbr-Geschäftsstelle www.fbr.de bezogen werden kann.

Das große Interesse der Teilnehmer und die anschließende lebhafte Diskussion hat die Fachvereinigung bewogen das Thema auch 2005 wieder aufzugreifen. Geplant sind weitere Veranstaltungen in Berlin, Hamburg und München.

Darmstadt, im August 2004

Wasserzähler für Regenwasser  - Nein Danke

Gesplittete Gebührenregelungen für die Abrechnung der Abwassergebühren werden vermehrt durch die Kommunen eingeführt. Dabei werden auch Regenwassernutzer in die Bürokratenspirale mit hineingezogen und zu Unrecht mit zusätzlichen Zählern und Gebühren beaufschlagt. Ohne zusätzlichen Verwaltungsaufwand und unbürokratisch können Pauschalen für die Gebühren angesetzt werden. Für derartige Lösungen haben sich z. B. die Gemeinden Überlingen und Sinsheim (Ba-Wü), Erdinger Mooos (Bay.) und Dresden (Sachsen) entschieden. Kommunen, die erkannt haben, dass die Regenwassernutzung Vorteile für die Abwassereinigung und Abwasserableitung bringt und dazu der ökologische Gedanke an oberster Stelle steht, verzichten ganz auf eine Abwassergebühr. 
Weitere Informationen dazu in der neusten Ausgabe des fbr-wasserspiegel 3/04 | ganzen Artikel lesen |


Darmstadt, im August 2004

Hamburg fördert Grauwasser-Recycling

Die Freie und Hansestadt Hamburg hat ein Förderprogramm zum Grauwasser-Recycling aufgelegt. Grauwassernutzung im Haushalt bedeutet die Wiederverwendung von gereinigtem Wasser aus Duschen, Badewannen, Waschbecken und Waschmaschinen. Anlagen in "Kleiderschrankgröße" erzeugen ein hochwertiges Klarwasser das für die  Toilettenspülung, Wäsche waschen, Gebäudereinigung und zur Gartenbewässerung genutzt werden kann. Der Trinkwasserverbrauch und somit auch der Abwasseranfall in Haushalten kann dadurch bis zu 50 Prozent reduziert werden. Die Wasser-Recycling-Anlagen können sowohl in Ein-Zweifamilienhäusern aufgestellt werden eignen sich aber auch durch die modulare Bauweise für  Mehrfamilienhäuser, Sportstätten, Fitnessclubs, Hotels etc.
Die Höhe des Zuschusses durch die Stadt Hamburg beträgt 1.500 Euro pro Anlage. Renommierte Hersteller von Grauwasser Recycling-Anlagen sind in einer Marktübersicht bei der fbr in Darmstadt zu erhalten. Mit dem neuen Förderprogramm setzt die Stadt Hamburg ihr beispielhaftes Engagement in innovativer Wassertechnologie fort. 
Informationen zum Förderprogramm: Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, Energieabteilung, Referat Wassersparen, Billstr. 84, 20539 Hamburg.


Darmstadt, im Juli 2004

Fortbildung zum fbr-Regenwasser-Experten

Aktuelles Wissen zur Installationspraxis für Fachhandwerker oder ausführende Betriebe aus dem GalaBau vermittelt die Fachvereinigung in der Seminarreihe fbr Regenwasser-Experte. In der eintägige Weiterbildung werden u.a. aktuelle Themen zu neuen
Produkten, Wasserqualität, Technische Regeln, Anlagenkonzeptionen und zur neuen DIN 1989-1 "Regenwassernutzungsanlagen vermittelt. Schwerpunkt ist der Bezug zur täglichen Praxis des Installateurs und Planers. Die Teilnahme an der Fortbildung wird mit der Qualifikation zum "fbr-Regenwasser-Experten" bescheinigt. Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 25 Personen begrenzt.
Nächste Veranstaltungstermine: 30. September 2004 in Mannheim in Kooperation mit der Handwerkskammer Mannheim und 13. Oktober 2004 in Pegnitz in Kooperation mit KSB AG | weiter zur Anmeldung |


Darmstadt, im Juli 2004

Marktübersicht Grauwasser-Recycling - Wasser zweimal nutzen

Aus häuslichem Dusch- oder Badewasser kann hochwertiges Betriebswasser erzeugt werden und zur Toilettenspülung, Reinigungszwecken und auch für die
Waschmaschine wieder verwendet werden. In einem wassersparenden Haushalt können so täglich pro Person ca. 60 Liter Grauwasser zu Klarwasser
aufbereitet werden. Die Anlagen laufen vollautomatisch und sind sowohl für Einfamilienhäuser bis hin zu Anlagen für Mehrfamilienhäuser, Hotels und
Sportstätten lieferbar.
Eine Übersicht von verschiedener Anlagen und Hersteller hat die Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung in einer Marktübersicht im fbr-wasserspiegel Heft 2/04 zusammengefasst. | ganze Marktübersicht lesen |


Darmstadt, im April 2004

Resolution der Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung e.V. (fbr) zum Hochwasserschutz und nachhaltigem Umgang mit Wasser

fbr-Mitgliederversammlung 2004 beschließt Aufruf

Die Mitgliederversammlung der Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung hat als Beitrag zum aktiven Hochwasserschutz einstimmig folgenden Aufruf beschlossen:

Die Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung e.V. (fbr) ruft die Landesregierungen auf, die Landesbaugesetze und Landeswassergesetze dahingehend zu modifizieren, dass Regenwasserspeicher zur Regenwassernutzung und Regenwasserrückhaltung in Bebauungsplänen von den Kommunen festgesetzt werden können.

Weiterhin ruft die Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung e.V. (fbr) alle Kommunen in den Bundesländern wo dies schon möglich ist auf, in den Bebauungsplänen und örtlichen Entwässerungssatzungen Regenwasserspeicher für die Regenwassernutzung und Regenwasserrückhaltung festzusetzen.

Die zunehmende Versiegelung des Bodens durch Wohn- und Verkehrsflächen verhindern einen geregelten Abfluß des Niederschlagswassers über die natürlichen Bodenschichten. Gleichzeitig ist festzustellen, dass in den letzten Jahren vermehrt durch klimatischen Veränderungen die auftretenden Niederschläge stärkeren Schwankungen unterliegen. Dies gilt sowohl für die Verteilung als auch für die Intensität. Folge davon sind einerseits Zeiträume mit hoher Intensität der Niederschläge mit erheblichen Auswirkungen und Gefahrenpotential von Hochwässern und andererseits auch länger anhaltende Trockenperioden vor allem in den sonst niederschlagsreichen Sommermonaten.

Die Bewirtschaftung der Niederschläge auf den Grundstücken durch Nutzung, Retention oder Versickerung hat erhebliche Vorteile für den Wasserhaushalt und die Abwasserreinigungs- und Kanalsysteme in den Kommunen und sensibilisiert die Grundstückseigentümer für die Wasserwirtschaft. Gleichzeitig wird durch die Nutzung von Regenwasser kostbares Trinkwasser geschont und durch die Kombination mit der Versickerung das Niederschlagswasser dem natürlichen Kreislauf wieder zugeführt.


Darmstadt, im März 2004

Erstes Hinweisblatt zu Grauwasser-Anlagen

Ab sofort ist der Entwurf des Hinweisblattes 201 "Grauwasser-Recycling-Anlagen für Haushalte und für den öffentlich / gewerblichen Bereich" für 20 Euro in der fbr-Geschäftsstelle erhältlich. Die Einspruchsfrist für den Entwurf endet am 31.07.2004. Das Hinweisblatt wurde der fbr-Fachgruppe Grauwassernutzung erarbeitet und gilt als das erste Regelwerk für Grauwasser-Recycling-Anlagen.


Darmstadt, im Februar 2004

fbr-Fachtagung Grauwasser-Recycling- Chance für die deutsche Wirtschaft

 Gemeinsam mit der chip GmbH veranstaltete die Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung e.V. (fbr) am 24. Februar 2004 im Hattingen die Fachtagung "Grauwasser-Recycling- Chance für die deutsche Wirtschaft".
Wer sich mit nachhaltiger Wassertechnologie auseinandersetzt wird um die Grauwassernutzung als dezentrale Lösungen nicht herumkommen. Grund für die Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung (fbr) das Thema Wasser-Recycling in einem größeren Rahmen zu diskutieren. In der begleitenden Fachausstellung konnten sich die mehr als 100 Teilnehmer über diese moderne Technologie einen Überblick verschaffen.
Das Thema Grauwasser-Recycling ist in der fbr bereits seit Gründung des Verbandes ein Schwerpunkt der inhaltlichen Arbeit, betonte Martin Bullermann, 1. Vorsitzender der fbr in seiner Begrüßung. Neben der Entwicklung der Technik ist auch die Dokumentation der Technischen Standards ein wichtiger Punkt. In diesem Zusammenhang präsentierte Martin Bullermann den aktuellen Entwurf des fbr-Hinweisblattes: "Grauwasser-Recycling-Anlagen für Haushalte und für den öffentlich / gewerblichen Bereich". Das Hinweisblatt ist von der fbr-Fachgruppe Grauwassernutzung erarbeitet worden und gilt als das erste Regelwerk für Grauwasser-Recycling-Anlagen.
Alte Infrastruktursysteme kommen an ihre Grenzen, wie Dr. Engelbert Schramm vom Institut für sozial-ökologische Forschung in seinem engagiert vorgetragenen Beitrag den Teilnehmern vermittelte. Damit zukünftig ein nachhaltiger Umgang mit Wasser möglich ist, sind althergebrachte Strukturen wie sie Anfang des 19. Jahrhunderts entwickelt worden sind und zu dieser Zeit ihre Berechtigung hatten neuen Entwicklungen anzupassen. Dass die Trinkwasserversorgung und die Abwasserreinigung in den nächsten Jahrzehnten immer weiter in den Fokus der Schlagzeilen geraten wird, waren sich auch die Teilnehmer der Veranstaltung einig. Nicht nur in den semiariden und ariden Ländern erhöht sich der Druck nachhaltige Lösungen zu integrieren, sondern auch in Deutschland, einem vermeintlich wasserreichen Land sind neue Wasserversorgungs- und Abwasserreinigungssysteme zwingend notwendig. Noch sind die Rechtfertigungsversuche der Wasserversorger auf den trockenen Sommer 2003, "die Trinkwasserversorgung sei gesichert" , nicht verklungen. Da klafft auf der anderen Seite ein Finanzierungsloch in Milliardenhöhe für die Sanierung maroder Kanalsysteme in den Städten. Vor diesem Hintergrund sind angepasste Infrastrukturtechnologien in das Gesamtkonzept der Wasserwirtschaft in Deutschland schon aus Kostengründen dringend aufzunehmen. Dabei bieten sich vor allem dezentrale Lösungen mit kleinen Kreisläufen, wie z. B die Grauwassernutzung als Ergänzung oder in Kombination mit konventionellen Systemen an.
"Technisch realisierbar sind solche Lösungen bereits heute", wie Dr. Mehlhart anhand von Untersuchungsergebnissen an langjährigen Projekten vorstellte. Auch die Anwendungsmöglichkeiten für diese neue Technologie sind vielfältig, wie Erwin Nolde, Vorstandsmitglied der fbr anhand von Betriebserfahrungen sowohl im Hotel- und Gasstättengewerbe als auch im mehrgeschossigem Wohnungsbau darstellte. Verschiedene Verfahrenvarianten wurden von Herstellern dem interessiertem Publikum dargestellt.
"Die internationale Bedeutung dezentraler Systeme nimmt immer weiter zu", wie Prof. Dr. Rudolph von der Universität Witten/Herdecke aus seinen Forschungsarbeiten bestätigt. Auch die Nachfrage im internationalen Bereich wird weiter ansteigen. Vor allem Länder, in denen die Trinkwasservorräte begrenzt sind, haben großes Interesse an dieser Technologie. Schon aus finanziellen Gründen sind vor allem in Ländern der dritten Welt zentrale Lösungen der Abwasserableitung und Reinigung nicht zu realisieren. Hier bieten sich dezentrale Lösungen mit kleinen Stoffkreisläufen an. Ein großer Bedarf und gute Chancen für deutsche Unternehmen zukünftig an diesen Märkten zu partizipieren. Dies zeigt einmal mehr, dass das deutsche Know-How und vor allem kleine und mittelständische deutsche Unternehmen in der Entwicklung innovativer Produkte weit vorne stehen. Deutlich wurde dagegen auch, dass dezentrale Lösungen in Deutschland durch administrative Regelungen wie den Anschluss- und Benutzungszwang und durch die Lobby der Wasserversorger behindert werden. Ein wesentlicher Kritikpunkt ist dass z. B. für Grauwasser-Recycling-Anlagen kein Raum für Förderung und damit Forschung seitens der Bundesregierung zu Verfügung steht. Dagegen werden konventionelle zentrale Abwasseranlagen weiterhin von staatlicher Seite subventioniert. Viele Private haben bereits heute Interesse, Grauwasser-Recycling-Anlagen in Wohnhäusern für die Wiederaufbereitung von Dusch- und Badewasser einzusetzen und mit dem gereinigtem Wasser die Toiletten zu spülen. Zukünftig werden auch Drittweltländer Techniken aus den Industrieländern nicht mehr ohne weiteres übernehmen, wenn diese nicht in den jeweiligen Ländern erprobt und bewährt wurde. Sollte in naher Zukunft kein Durchbruch dezentraler Systeme erfolgen, verliert Deutschland wieder mal die Führungsposition auf dem Weltmarkt.

Resolution

Im Rahmen der lebhaften Diskussion verständigten sich die Teilnehmer der Veranstaltung auf eine gemeinsame Resolution mit den beiden folgenden Forderungen:

  1. Die Bundesregierung und die Landesregierungen werden aufgefordert, dezentrale Betriebswassersysteme, wie Grauwasser-Recycling, in der Subventionierung den zentralen Wasser- und Abwassersystemen gleich zustellen.
  2. Die Bundesregierung und die Landesregierungen werden aufgefordert, mittels entsprechender Rahmengesetzgebung die vorhandene Behinderung dezentraler Systeme durch administrative Regelungen, wie z.B. den Anschluss- und Benutzungszwang, abzuschaffen.

 Die Veranstaltung fand in der attraktiven Veranstaltungshalle des Zentrums für Entsorgungstechnik und Kreislaufwirtschaft (ZEK) in Hattingen (südliches Ruhrgebiet) statt. Das ZEK in Hattingen sowie ein weiteres Technologie- und Gründerzentrum TZR in Bochum wird von der chip GmbH seit über zehn Jahren betrieben. Nach Angaben der chip GmbH besteht die Hauptaufgabe von Technologie- und Gründerzentren in der Förderung von Unternehmensgründungen und technologischen Innovationen. Die Grundidee der Zentren ist es, innovative Aktivitäten zu bündeln und damit Synergieeffekte zu erzeugen, die in die gesamte Region ausstrahlen. Im Zuge dieser Arbeit bietet das ZEK vielfältige Unterstützungsmöglichkeiten für innovative Unternehmen im Umweltsektor. Sie reichen von der Kontaktherstellung zu Kooperationspartnern über die individuelle Gründungsberatung bis hin zur Vermietung von modernen Büro- und Werkstattflächen sowie Konferenzräumen.
Darüber hinaus widmet sich die chip GmbH, im Auftrag des nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministeriums, der exportorientierten Förderung innovativer Wassertechnologien. Der Fokus des Projektes richtet sich insbesondere auf die Membrantechnologie sowie auf dezentrale Ver- und Entsorgungssysteme im allgemeinen.


Darmstadt, im Januar 2004

fbr zu Gast in Veitshöchheim

Großes Interesse hatten die über 1.300 Teilnehmerinnen der traditionellen Landespflegetage am 28./29 Januar in Veitshöchheim an der Betriebs- und Regenwassernutzung. Gartenbau und Regenwassernutzung gehören eng zusammen, dass zeigen auch die verschiedenen Forschungsarbeiten, die im Laufe der Jahre an der Landesanstalt durchgeführt worden sind. Im Rahmen des zweitägigen Vortragsprogramms referierte Wolfgang Senft (LWG) zur aktuellen Entwicklung von Regenwasserfiltern und Jürgen Schreiner informierte die TeilnehmerInnen zum Stand der Technik der Regenwassernutzung. Für Einzelgespräche stand fbr-Referent Dietmar Sperfeld den Interessierten Rede und Antwort, die vor allem großes Interesse an den fbr-Unterlagen hatten. Auch 2005 wird die fbr wieder mit einem Informationsstand in Veitshöchheim vertreten sein.


Darmstadt, im Dezember 2003

fbr bei der Bundes-Ärztekammer

Auf eine Einladung der Bundes-Ärztekammer nahm die fbr an einer Veranstaltung am 10.12.2003 in Hannover teil. In dieser Einladung kann sicherlich eine weitere Anerkennung der Regenwassernutzung im deutschen Gesundheitswesen gesehen werden. Neben dem beherrschenden Thema Wasser wurde zudem über die Auswirkungen von Elektrosmog referiert. Das Wasser wurde aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Es wurden Untersuchungen zum Blei im Trinkwasser vorgestellt. Darüber hinaus wurde über die neuesten Erkenntnisse über die Problematik von Legionellen im Trinkwasser berichtet. Die Betriebs- und Regenwassernutzung wurde durch zwei Referenten mit einer Pro und einer Contra-Argumentation dargestellt. Als Vertreter der fbr erläuterte Torsten Grüter die Funktion von Regen- und Grauwasseranlagen sowie die positiven Erfahrungen der vergangenen Jahre mit diesen Anlagen, die bei einem verantwortungsvollen Umgang gesammelt wurden. Zudem wurden Untersuchungen zur Wasserqualität in Regenwasseranlagen vorgestellt, was die Anerkennung des Auditoriums fand. Die durch ein Ingenieur-Büro vertretene Gegenposition beschränkte sich in der Darstellung auf die Problematik, dass andere Ressourcen, wie zum Beispiel Erdöl, eine wesentlich begrenzteres Gut sei und man sich daher darauf beschränken möge zuerst die Ölreserven zu schonen, ehe man an das Thema Wasser denke. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass auf dieser Veranstaltung die Betriebs- und Regenwassernutzung durch den fbr gut platziert wurde und dass noch Tage nach der Veranstaltung weitere Anfragen zu tiefergehenden Informationen bearbeitet wurden.


Darmstadt, im November 2003

„Blau trifft Grün“
fbr-Fachtagung mit Experten der Siedlungswasserwirtschaft und der GaLaBau-Branche

„Blau trifft Grün“, so dass Motto der fbr-Fachtagung Regenwassernutzung und –bewirtschaftung in der Landschafts- und Freiraumplanung am 4.11.2003 in Frankfurt/Main.

Fachleute des „blauen“ Elementes der Betriebs- und Regenwassernutzung trafen Experten der „grünen Disziplin“ des Garten- und Landschaftsbaus. Landschaftsarchitekten werden zunehmend mit Fragen der Regenwassernutzung und Regenwasserbewirtschaftung konfrontiert. Kombinationen von Dachbegrünung und Regenwassernutzung oder der Regenwasserversickerung sind mittlerweile wesentliche Bausteine der ökologischen Siedlungswasserwirtschaft. Anlass genug für die Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung Experten beider Disziplinen zu der Fachveranstaltung nach Frankfurt einzuladen.
Mehr als 80 Teilnehmer folgten der Einlandung zur fbr-Fachtagung, die in Kooperation mit den Verbänden Bund Deutscher Landschaftsarchitekten (BDLA) und dem Bundesverband Garten -, Landschafts- und Sportplatzbau e.V. (BGL) durchgeführt wurde.
Nach der Begrüßung durch Martin Bullermann 1. Vorsitzender der Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung und den Grußworten von Vizepräsident Hanns-Jürgen Redecker, BGL und von Rainer Mühlinghaus Vorsitzender BDLA Landesgruppe Hessen, gab Erwin Bauer, Chefredakteur der Zeitschrift bi - GaLaBau eine Überblick zum Thema Regenwasserbewirtschaftung in der GaLaBau - Branche.
Eindruckvoll referierte Prof. Dr.-Ing. Ulrich Rott von der Universität Stuttgart zum Stand der Technik der Regenwassernutzung und Wirtschaftlichkeit moderner Anlagen. Rott wies in seinem Vortrag auf die Vorteile der Reduzierung des niederschlagsbedingten Abwasseranteils zur Abflussverzögerung durch die Regenwassernutzug als ein wichtiger Beitrag zur naturgemäßen Siedlungswasserwirtschaft hin.
Neue Forschungsergebnisse in der Regenwasserbewirtschaftung wurden engagiert von
Jürgen Eppel, Bayerische Landesanstalt für Wein- und Gartenbau vorgetragen. Die langjährigen durchgeführten Ergebnisse haben gezeigt, dass Vegetationsflächen entweder auf dem Dach oder in der Fläche einen wesentlichen Beitrag zur Stabilisierung und Konsolidierung des Wasserhaushaltes leisten können.
Dr. Gunter Mann von der Fachvereinigung Bauwerksbegrünung e.V. (FBB) berichtete über Substrate der Dachbegrünung zur Vermeidung der Verfärbung im ablaufenden Wasser. Fazit: Regewassernutzung und Gründächer schließen sich nicht aus. Durch vorzeitige Planung können die Vorteile beider Systeme optimal genutzt werden.

In der zweiten Hälfte der Veranstaltung standen die Projektbeispiele zur Regenwasserbewirtschaftung im Vordergrund.
Manfred Karsch, Landschaft Planen und Bauen, Berlin berichtete über Gestaltungsmöglichkeiten mit Wasser auf gewerblichen Grundstücken und Klaus W. König, Überlingen über die Praxiserfahrungen mit Kombinationsanlagen zur Nutzung und Versickerung.
Einen neuen Ansatz einer erweiterten Regenwassernutzung stellte Erwin Nolde vom Büro Nolde & Partner, Berlin vor. Möglichkeiten der Regenwassernutzung unter Einbeziehung der Niederschlagsabflüsse von Verkehrsflächen. D. h. im Gegensatz zur klassischen Regenwassernutzung, wie sie heute tausendfach verbreitet ist, können in der zukünftigen dritten Generation von Anlagen, so Nolde, auch Verkehrsflächen an die Regenwassernutzung angeschlossen werden. Eine entsprechende Reinigung des Wassers, was als Betriebswasser für die Toilettenspülung wieder eingesetzt wird, ist hierbei unabdingbar.
Einsatzbereiche dieser Anlagen sind Gebiete mit hoher Bebauungsdichte oder dort, wo eine Versickerung des Niederschlagswassers schwierig ist. Vorteil ist neben der Reduzierung des Trinkwasserverbrauches auch der Abwasseranfall sowie die Reduzierung des Schad- und Nährstoffeintrag in oberirdische Gewässer. In seinen Ausführungen hob Nolde anhand von Beispielen hervor, wie man sich durch eine individuell abgestimmte Kombination aus Haustechnik und GaLaBau neue Arbeitsgebiete erschließen kann.
Weitere Anwendungsbeispiele der Kombination Regenwassernutzung und Bewirtschaftung wurden am Beispiel des Umbaues Frankenstadion Nürnberg zur Fußball-WM 2006 von Klaus Werthner und Christoph Benoist vom Büro Thiele Landschaftsarchitekten GmbH in Schwabach vorgestellt. Abschließend berichtete Günther Schrecklinger über Alternative Wege der Wasserversorgung auf Golf- und Sportplätzen.

Insgesamt fand die Veranstaltung ein sehr positive Resonanz, so dass die übergreifenden Themen zukünftig von der Fachvereinigung mit den kooperierenden Verbänden weiter vertieft werden. Das Tagungsskript kann zum Preis von 10.- Euro zzgl. Versand bei der fbr-Geschäftsstelle in Darmstadt angefordert werden.


Darmstadt, im Oktober 2003

Wieder neue fbr-Regenwasserexperten

In Deutschland nimmt die Zahl der Experten weiter zu: Am 15. Oktober haben weitere 17 Personen die eintägige Schulung "fbr-Regenwasser-Experte" absolviert, die vom Fachverband Betriebs- und Regenwassernutzung turnusmäßig angeboten wird. Diese Qualifizierung für Fortgeschrittene wurde dieses Mal von Vorstandsmitglied Klaus W. König und Peter Nieskens geleitet; Gastgeber war die Firma Grundfos an ihrem neuen Standort in Erkrath bei Düsseldorf.

Noch immer sorgt die novellierte Trinkwasserverordnung für Gesprächsbedarf, zusammen mit den Neuerungen durch DIN 1989. Einige der Teilnehmer kamen aus Gesundheitsämtern; sie haben mit ihren Erfahrungen und Vorschlägen wesentlich zum guten Gelingen der Veranstaltung beigetragen.

Vielen Dank an Fa. Grundfos für die ausgezeichnete Organisation und Betreuung dieser Experten-Schulung!


Darmstadt, im Oktober 2003

Überarbeitung der DIN 2001
Trinkwasserversorgung aus Kleinanlagen und nicht ortsfesten Anlagen

Regenwassernutzung: Imageverbesserung und die Möglichkeit aus Regenwasser hochwertiges Trinkwasser zu gewinnen

Hintergrund

Die Anforderungen an eine moderne Wasserver- und -entsorgung werden ständig überarbeitet und die Lobbyisten – insbesondere der Wasserversorger - haben es in der Vergangenheit geschickt verstanden gegen die Regenwassernutzung Stimmung zu machen und sogar einige ihrer Befürworter zu verunsichern.
Im Sommer 2000 war es die DIN 2000 (Zentrale Trinkwasserversorgung), die von der Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung e.V. – ohne an diesem Prozess beteiligt zu werden - unbemerkt verändert wurde. Die Einspruchsfrist war damals gerade abgelaufen, als wir von der Überarbeitung erstmals Kenntnis bekamen und daraufhin sofort unseren Widerspruch vortrugen. Man hat sich hier – zu unserem Ärger - auf die Fristen berufen und unserem Anliegen im weiteren Verlauf kein Gehöhr verschafft. Zur Erinnerung: Die DIN 2000 – eine technische Regel des DVGW schreibt Trinkwasserqualität auch zum Wäschewaschen vor (Abs. 4.1).
Auch die neue Trinkwasserverordnung, die seit 2003 in Kraft getreten ist, macht uns heute in der Geschäftsstelle und in der Öffentlichkeit immer noch Kummer, insbesondere wenn es um das Thema Wäschewaschen mit Regenwasser  geht. Obwohl sich die Kommentare seitens der Ministerien eindeutig für unser Anliegen aussprechen, ist der Verordnungstext so unglücklich formuliert, dass die Widersacher dieses immer wieder zum Anlass nehmen, die Regenwassernutzung massiv zu behindern.

Im Rahmen der Novellierung der DIN 2001 wollen wir uns frühzeitig einschalten, dies ist bereits durch die Teilnahme der fbr im Arbeitskreis möglich geworden, um die DIN 2001 zur Imageverbessung und Erschließung neuer Applikationen für die Regenwassernutzung nutzen.

Die Trinkwasserverordnung steht der Regenwassernutzung aber nicht grundsätzlich ablehnend gegenüber, wie es manchmal dargestellt wird.
So ist es - was selbst den Befürwortern der Regenwassernutzung meist nicht bekannt ist - durchaus erlaubt, Regenwasser und sogar Grauwasser so aufzubereiten, dass dieses als Trinkwasser genutzt werden kann. Selbstverständlich müssen dafür alle, die in der Trinkwasserverordnung festgelegten Qualitätsanforderungen erfüllt werden, was bei der momentan rasanten Entwicklung bei den dezentralen Aufbereitungstechnologien – insbesondere für Regenwasser - zunehmend einfacher und sicherer zu erreichen ist und bereits heute von einzelnen Mitgliedsfirmen praktiziert wird.
Wenn wir jetzt nicht weiter darauf einwirken, kann auch diese Möglichkeit in der DIN 2001 negiert werden, denn im ersten internen Entwurf, hatte man sich bereits von der Regenwassernutzung verabschiedet . Aufgrund des Widerspruches der fbr wird auf der nächsten Sitzung Anfang Dezember 03 darüber neu verhandelt. Die Inhalte der DIN 2001 dürfen nicht wieder allein vom DVGW und den anderen Lobbyverbänden der Trinkwasserversorger definiert werden.
Insbesondere unsere Mitgliedsunternehmen sind jetzt aufgefordert aktiv zu werden und sich diesbezüglich umgehend mit dem Vorstandsmitglied Erwin Nolde in Verbindung zu setzen, der an der letzten Sitzung im August 2003 in Berlin teilgenommen hat und die Interessen der Fachvereinigung im DIN-Ausschuss NAW IV 1 N vertreten wird.

Der Vorstand ist brennend daran interessiert über Einsatzbereiche informiert zu werden, 

  • wo bereits heute (insbesondere im Inland aber auch im Ausland – speziell EU-Länder) aus Regenwasser Trinkwasser herstellt wird,
  • welche Technologien hierfür momentan mit welchem Ergebnis zum Einsatz kommen
  • aus welchen Regionen Deutschlands hier ggf. mit einer echten Nachfrage zu rechnen ist weil hier beispielsweise kein hochwertiges Grundwasser zur Verfügung steht oder ein Anschluß über eine „Fernwasserversorgung“ zu kostenintensiv wäre

Bitte melden sie sich – vorzugsweise per email - mit dem Sichwort: DIN 2001 bei Dipl. Ing. Erwin Nolde unter der Adresse: erwin.nolde@t-online.de.


Darmstadt, im Oktober 2003

Regenwassernutzung Pro und Contra

Im Rahmen der Arnsberger Wasserwochen boten Volkshochschule und Energieberatung der Verbraucher-Zentrale Arnsberg am 29.09.03 ein Podium „Regenwassernutzung pro & contra“. Moderiert von Dr. Johannes Spruth, und mit Beteiligung von fbr-Vorstandsmitglied Torsten Grüter und Herrn Kordell vom Berufsbildungszentrum der Handwerkskammer Arnsberg (fbr-Mitglied). Nach spannender Diskussion einigten sich die Experten: „Mit einer handwerklich gut gebauten Anlage, die dem Stand der Technik entspricht ergibt sich eine spürbare Umweltentlastung.“ 
Wir leben hier zwar keineswegs in einem Wassermangelgebiet, aber Herr Neumann, Leiter der unteren Wasserbehörde des HSK hält Wassersparen - und hierzu gehört auch die Regenwassernutzung - als Beitrag zur Sicherung von Quellen und Grundwasservorräten für sinnvoll. Eventuell, je nach Klimaentwicklung, kann so auf den Bau von zusätzlichen Wassergewinnungsanlagen und Talsperren verzichtet werden.
Torsten. Grüter, (fbr) konnte auf Qualitätskontrollen bei Regenwassernutzungsanlagen und langjährigen wissenschaftlichen Untersuchungen zum Thema Wasserqualität verweisen. Meistens wurde mindestens Badegewässer- in einigen Fällen sogar Trinkwasserqualität in den Untersuchungen nachgewiesen. Gleichzeitig wird die Regenwassernutzung vor dem Hintergrund steigender Wasserpreise mehr und mehr an Bedeutung gewinnen, so Grüter.
Am Ende waren auch die eher kritischen Vertreter der Wasserversorger und aus dem Gesundheitswesen von dem hohen technischen Niveau moderner Regenwasseranlagen überzeugt.


Darmstadt, im September 2003

Euro-Mediterranean Regional programme for Local Water Management

Fachvereinigung beteiligt am EU-Projekt zur nachhaltigen Wasserwirtschaft

Die Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung e.V. bearbeitet in einem Konsortium von insgesamt 11 Partnern aus 8 Ländern ein EU-Projekt zur nachhaltigen Wasserwirtschaft in den südlichen Mittelmeeranrainerländern. Mit dem ausgearbeitetem Projektentwurf konnte sich die Gruppe gegenüber namhaften Institutionen sowohl in Deutschland als auch dem übrigen Europa durchsetzen. Zugelassen sind nur Forschungseinrichtungen beziehungsweise öffentliche und private gemeinnützige Organisationen. Koordiniert wird das Projekt von Martin Regelsberger von der Arbeitsgemeinschaft Erneuerbarer Energien (AEE), Österreich, der zu einem Kick-off Meeting vom 10.09 bis 14.09 nach Wien eingeladen hatte. Ziel des Projektes ist es einerseits erprobte nachhaltige Wassertechnologien in den Partnerländern Ägypten, Marokko, Tunesien und Türkei in Form von Pilotvorhaben umzusetzen und zu begleiten. Andererseits werden Multiplikatoren aus Wissenschaft, Verwaltung und Technik der jeweiligen Südpartner geschult und spezifische Schulungsmaterialien für die Länder erarbeitet. Ein weiterer Schwerpunkt in dem vier Jahre lang andauernden Projekt ist die Bewusstseinsbildung und Öffentlichkeitsarbeit zum Thema nachhaltiger Umgang mit Wasser großer Bevölkerungsgruppen. Zuständig für die Fachvereinigung ist fbr-Referent Dietmar Sperfeld und fbr-Vorstandsmitglied Erwin Nolde. Schwerpunkte der fbr Aufgaben werden die Erarbeitung von Fallstudien zur nachhaltigen Wasserwirtschaft sowie die Anpassung und Begleitung der Verfahrenstechnik verschiedener Pilotvorhaben sein. Im Bereich der Pilotstudien sollen verschiedene Anlagentechniken berücksichtigt werden. Unter regionalen Gegebenheiten wird die Regenwassernutzung, dezentrale Grauwasser- und Schwarzwasserbehandlung, Komposttoiletten, Pflanzenkläranlagen und Membrantechnologie zur Abwasserreinigung einbezogen werden. Zwischenergebnisse des Projektes werden auf internationalen Veranstaltungen und in Auszügen im fbr-wasserspiegel sowie im Internet bekannt gegeben.


Darmstadt, im August 2003

Wäsche waschen mit Regenwasser bleibt in Bayern erlaubt! - Bayerischer Gemeindetag „abgewatscht“

Das Bayerische Staatsministerium des Innern stellte in einem Schreiben v. vom 22.07.2003 klar, das generell keine Gründe der Volksgesundheit einer Nutzung des Regenwassers zum Wäschewaschen im privaten Haushalt entgegenstehen. Das Staatsministerium reagierte damit auf Aussagen des Bayerische Gemeindetags, der in der Gemeindetagszeitung 1/2003 allen bayerischen Gemeinden empfohlen hatte künftig keine Erlaubnis mehr für die Nutzung von Regenwasser für die Waschmaschine zu erteilen und bereits erteilte Befreiungen zurückzunehmen. Grundlage dieser Empfehlung waren Gründe der Volksgesundheit. Die Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung e.V. und der Fachverband SHK Bayern haben daraufhin eine Stellungnahme beim Bayerischen Staatministerium abgefordert. Das Bayerische Staatsministerium folgt in seinen Ausführungen der Trinkwasserverordnung des Bundesministeriums für Gesundheit.

Im Klartext bedeutet dies auch für Bayern:

  • Der Verbraucher entscheidet in eigener Verantwortung, ob er die Wäsche mit Regenwasser wäscht.

  • In jedem Haushalt muss zusätzlich die Möglichkeit bestehen, zum Waschen der Wäsche auch Trinkwasser zu nutzen.

  • Das Wasserversorgungsunternehmen(WVU) kann eine Teilbefreiung nur dann ablehnen, wenn diese für das WVU wirtschaftlich unzumutbar wäre, besondere Rechtsvorschriften entgegenstehen oder im speziellen Einzelfall Gründe der Volksgesundheit geltend gemacht werden können.

Das Versorgungsunternehmen durch die Regenwassernutzung in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht sind, wäre erst einmal nachzuweisen und scheint aus heutiger Sicht genauso abwegig wie ein Gefährdungsszenario der Volksgesundheit durch die Regenwassernutzung.


Darmstadt, im Juli 2003

fbr gründet Initiativkreis Regenwassernutzung im Altbau

Modernisierung und Renovierung von Altbauten liegt voll im Trend. Ein hoher Bestand an Altbauten im Bereich von Einfamilienhäusern, steht dem Alter entsprechend zur Modernisierung an. Bereits seit längerem steigen die Anfragen an die fbr-Geschäftsstelle nach Realisierbarkeit von Regenwassernutzungsanlagen im Altbestand an. Die Motivation der Bauherren ist hierbei vielschichtig. Neben dem Wunsch Altbauten auch mit ökologischer Wasserspartechnologie auszurüsten, gibt es weitere Beweggründe wie z. B. die Umnutzung vorhandener Altspeicher oder Tanks, die vormals zur Lagerung von Heizöl, Gas oder Abwasser genutzt wurden. Aber auch der Einbau moderner Speicher mit vormontierter Anschlusstechnik eignet sich in der Regel problemlos für eine kostengünstige Nachrüstung. Ziel des Initiativkreises ist es, für Hersteller, Planer, Fachhandwerk und Bauherren Instrumente und technische Hinweise für die praktische Umsetzung von Regenwassernutzungsanlagen im Gebäudebestand zu erstellen. Dazu werden Hinweisblättern und Informationsmaterialien für unterschiedliche Zielgruppen erarbeitet sowie gezielt Veranstaltungen durchgeführt und Presseinformationen vorbereitet.


Darmstadt, im Juni 2003

fbr-Informations-Veranstaltung zur Produktzertifizierung am 25.Juni 2003

Viele Hersteller von Regenwasserspeichern aus den Reihen der Fachvereinigung sind dem Aufruf zu einer Informationsveranstaltung am 25.06.2003 nach Darmstadt gefolgt. Mit Fertigstellung der DIN 1989-3 Regenwasserspeicher (August 2003) ist die erste Produktnorm für die Regenwassernutzung fertiggestellt und der Stand der Technik für Regenwasserspeicher festgelegt. Dies war der Anlass die Hersteller von Regenwasserspeichern, die in der fbr organisiert sind, zu einem Informationsgespräch über die Möglichkeiten der DIN-Kennzeichnung und einem Meinungsaustausch am 25.6.03 nach Darmstadt einzuladen. fbr-Referent Dietmar Sperfeld informierte die Teilnehmer über die Möglichkeiten der Produktkennzeichnung durch DIN CERTCO, der Konformitätsbewertungsgesellschaft des Deutschen Instituts für Normung.

Die Zertifizierungsorganisation DIN CERTCO des Deutschen Instituts für Normung e.V. bietet Herstellern die Möglichkeit, die nach DIN gefertigten Produkte mit entsprechenden Zeichen zu versehen. Damit kann die Konformität des Produktes mit der DIN herausgestellt werden. Erste Vorgespräche der fbr mit dem DIN CERTCO sind bereits erfolgt. Martin Bullermann 1. Vorsitzender der fbr und Obmann im DIN NAW Arbeitsausschuss DIN 1989 gab bekannt, dass zukünftig vor allem im Bereich öffentlicher Auftraggeber und in Ausschreibungen die Anforderungen für Regenwasserspeicher nach der DIN 1989-3 verlangt werden. Gleichzeitig ist davon auszugehen, dass auch das Fachhandwerk sowie Endkunden vermehrt die Kaufentscheidung von der DIN - Kennzeichnung abhängig machen. Die anwesenden Herstellerunternehmen waren mehrheitlich der Auffassung, das federführend durch die Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung mittelfristig eine Kennzeichnung der Speicher durch DIN-CERTCO angestrebt werden sollte. Eine interne Arbeitsgruppe mit Vertretern der Hersteller von Kunststoff- und Betonprodukten unter Federführung der fbr wurde eingerichtet, die die Thematik weiter vorbereiten wird. Martin Bullermann betonte, dass allen Herstellern der Fachvereinigung jederzeit die Möglichkeit offen steht, sich weiter an der Thematik der Zertifizierung zu beteiligen. Interessenten können sich in der fbr-Geschäftsstelle melden.


Darmstadt, im Mai 2003

Martin Bullermann als 1. Vorsitzender der fbr im Amt bestätigt

Einstimmiges Votum für Bullermann auf der 7. Mitgliederversammlung der Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung in Frankfurt/M.

Die diesjährige 7. Mitgliederversammlung der Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung e.V. (fbr) fand mit großer Beteiligung in Frankfurt/Main statt.
Martin Bullermann gab in seinem Geschäftsbericht einen Rückblick auf das erfolgreich verlaufene Jahr 2002. Schwerpunkt war die Beteiligung der Fachvereinigung an verschiedenen Fachmessen: dem fbr- Gemeinschaftsstand auf der IFAT in München, der Handwerkermesse in München und der GALABAU in Nürnberg, die jeweils mit großer Resonanz auf die Angebote der fbr durchgeführt werden konnten. Ebenso erfolgreich war das Veranstaltungsprogramm der fbr 2002, das mit zahlreichen Teilnehmern in ganz Deutschland durchgeführt wurde. Mit der Veröffentlichung der DIN 1989-Teil1, Regenwassernutzungsanlangen – Planung, Betrieb und Wartung, ist im April 2002 der erste Teil der DIN 1989 mit maßgeblicher Beteiligung der fbr abgeschlossen worden. Martin Bullermann bedankte sich bei allen beteiligten Mitgliedern und Unternehmen, die an der Technischen Regel mitgewirkt haben.
Dank gebührte ebenso den Vorstandmitgliedern und den Mitarbeitern der fbr-Fachgruppen, die wesentlich zur Gestaltung der inhaltlichen Arbeit in der Fachvereinigung beitragen.
Vorstandsmitglied Klaus W. König informierte in einem Dia-Vortrag die Mitgliederversammlung über das Weltwasserforum in Kyoto, Japan sowie zu zahlreichen Beispielen zur Regenwassernutzung in aller Welt.
Die diesjährigen anstehenden Wahlen umfassten alle Positionen des Vorstandes. Nach klaren Wahlergebnissen wurden der geschäftsführende Vorstand mit Martin Bullermann, 1. Vorsitzender, Gerhard Deltau, 2. Vorsitzender und Schatzmeister Torsten Grüter, bestätigt. Als Beisitzer wurden Klaus W. König und Erwin Nolde im Amt bestätigt. Neu in den Vorstand der fbr wurden Prof. Dr. Frank Schäfer und Frau Anja Schumann gewählt.
Martin Bullermann bedankte sich bei Frau Karin Beelitz und Frau Andrea Hofstätter, die Ihre Vorstandsarbeit beendeten, für die bisher geleistete Arbeit im Vorstand. Frau Andrea Hofstätter wird weiterhin die Redaktion fbr-wasserspiegel für die Fachvereinigung übernehmen. 
Mit in Kraft treten der Trinkwasserverordnung zum 01. Januar 2003 sind vermehrt irreführende Meldungen in der Presse und falsch interpretierte Aussagen der Kommunal- und Gesundheitsveraltungen in Bezug auf das Wäsche waschen mit Regenwasser aufgekommen. Diese Aussagen aus den reihen der Wasserversorgerlobby und der Adiministration schädigen das Ansehen der innovativen ökologischen Haustechnik der Betriebswassernutzung und hemmen zugleich die Investitionsbereitschaft von Unternehmen und Bauherren am Standort Deutschland, so Bullermann. Dem muss entschieden Einhalt geboten werden!
Die Mitgliederversammlung der fbr beschloss daraufhin einstimmig den Aufruf: Alle zuständigen Stellen der Bundesregierung, der Landesregierungen, der Gesundheitsämter, der Handwerkskammern und der Kommunen sollen den Behauptungen in der Öffentlichkeit entgegen treten, dass nach der neuen Trinkwasserverordnung Wäsche waschen mit Regenwasser nicht zulässig sei.

Resolution der Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung e.V. (fbr) zur Trinkwasserverordnung

Die Mitgliederversammlung der Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung hat zur Klarstellung der Trinkwasserverordnung in Bezug auf das Wäsche waschen mit Regenwasser einstimmig folgenden Aufruf beschlossen:
Die Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung e.V. (fbr) ruft alle zuständigen Stellen der Bundesregierung, der Landesregierungen, der Gesundheitsämter, der Handwerkskammern und in den Kommunen auf, den Behauptungen, dass nach der neuen Trinkwasserverordnung Wäsche waschen mit Betriebswasser nicht zulässig sei, in der Öffentlichkeit entgegenzutreten. Gemäß Trinkwasserverordnung ist klarzustellen, dass Wäsche waschen mit Regenwasser in der eigenen Verantwortlichkeit des Verbrauchers erlaubt ist.
Wird in Mietwohnungen Betriebswasser zur Verfügung gestellt, muss für die Waschmaschine zusätzlich ein Trinkwasseranschluss als Wahlmöglichkeit angeboten werden.
Durch in Kraft treten der Trinkwasserverordnung zum 01.01.2003 hat sich gezeigt, dass sowohl aus den Reihen der Wasserversorger als auch der Gesundheitsämter sowie verschiedener Verwaltungsinstanzen, Falschinformationen zum Thema Wäsche waschen mit Regenwasser verbreitet werden. Diese Meldungen und Presseinformationen führen in den Kommunen und bei Verbrauchern zu Irritationen und Schaden langfristig der Betriebs- und Regenwassernutzung.
Fest steht: Die Trinkwasserverordnung regelt weder die Qualität von Regenwasser, noch verbietet sie außerhalb ihres Geltungsbereiches eine private Nutzung von Wasser minderer Qualität für die verschiedensten Zwecke im häuslichen Bereich bzw. stellt eine solche Nutzung unter Strafe.

Darmstadt, im März 2003

Technische Konsolidierung in der Betriebs- und Regenwassernutzung - Hersteller trotzen mit neuen Innovationen dem konjunkturellen Umfeld

Darmstadt, im März 2003 - Mit der Internationalen Fachmesse Gebäude- und Energietechnik (ISH) in Frankfurt am Main findet alle zwei Jahre eine technische Bestandsaufnahme der modernen Haustechnik statt. Auch die Hersteller von Komponenten und Anlagen der Betriebs– und Regenwassernutzung stellen sich dieser Herausforderung.
Während sich in den letzten Jahren mit großem Tempo die Technik der Systeme von der „Einzelkomponentenanlage“ zur „Zweikomponentenanlage“ enorm entwickelt hat findet momentan eine technische Konsolidierung statt. Die Anlagenteile werden weiter kompaktiert und hinsichtlich Wirkungsgrad und Zuverlässigkeit optimiert. Des Weiteren haben sich viele Hersteller in Richtung verschiedenster Systeme zur Regenwasserbewirtschaftung – auch Versickerung und Rückhaltung – verifiziert und zukunftsorientierte Systeme entwickelt.
Im Bereich des Grauwasserrecyclings bieten mittlerweile verschiedene Hersteller Anlagen für Ein- und Zweifamilienhäuser an, so dass der zügigen Verbreitung dieser Wasserrecyclingsysteme nicht mehr im Weg steht.
Die Branche beweist somit einmal mehr – auch in dem zur Zeit schwierigen konjunkturellen Umfeld – welche Innovationskraft in ihr steckt.


Darmstadt, im März 2003

"Die Regenwassernutzung trägt zur Stärkung des Sanitärhandwerks bei" - 50.000 Anlagen jährlich

Jährlich werden mehr als 50.000 Regenwasseranlagen in Wohnhäusern eingebaut. Diese Entwicklung wurde durch die technische Entwicklung der Regenwassernutzung begünstigt: Waren anfänglich die Regenwasseranlagen noch individuelle Eigenkon­struktionen ist heute zumindest im Bereich der Ein- bis Vier-Familienhäuser mit industriell gefertigte Serientechnik im Markt verfügbar. 
Vor einem Jahr wurde die DIN 1989 "Regenwassernutzungsanlagen" veröffentlicht. Die DIN 1989 ist für Fachhandwerker und Anwender von großer Bedeutung, da sie erstmals für die Regenwassernutzung einen rechtsverbindlichen Stand der Technik fest schreibt. In der Norm wird auf Verwendungszwecke wie die Toilettenspülung, Wäsche waschen und Gartenbewässerung eingegangen. Der Aufbau einer Anlage bestehend aus den Komponenten Speicher, Filter, Betriebswasserpumpe und Nachspeisung wird detailliert dargestellt sowie Dimensionierungsverfahren beschrieben. Abgerundet wird die DIN 1989 mit Sicherheits- und Wartungshinweisen.
Es zeichnet sich ab, dass die moderne Regenwassernutzungsanlage im Prinzip nur noch aus zwei Bauteilen besteht: Im Bauteil Speicher wird der Filter mit integriert sein. Gleichzeitig berücksichtigt der Speicher alle verfahrensbedingten Anforderungen an die Wasserführung und die notwendige Rückstausicherung. In den Regenwasserzentralen ist die Systemsteuerung mit der Pumpe und Trinkwassernachspeisung zusammengefasst. Diese beiden Bauteile werden nach dem "Schlüssel-Schloss-Prinzip" auf der Baustelle miteinander verbunden - und fertig ist die moderne betriebssichere Regenwassernut­zungsanlage.
"Die DIN gibt dem Installateur Sicherheit und wirtschaftliche Vorteile" so Franz-Josef Heinrichs, Referent des Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK). Der Endkunde wird ebenfalls von einem guten technischen Regelwerk und dadurch garantierte Qualitäts- und Sicherheitsstandards genormter Produkte sowie aussage­kräftigen Verwendungsregeln profitieren."


Darmstadt, im März 2003

Neuerscheinung Betriebsanleitung Regenwassernutzungsanlagen

Darmstadt, im März 2003 - Regenwassernutzungsanlagen sind aus der modernen Haustechnik nicht mehr wegzudenken. Für die Nutzer dieser Anlagen hat die Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Gebäude- und Energietechnik die Betriebsanleitung Regenwassernutzungsanlagen erstellt. Neben Hinweisen für die Einweisung und Inbetriebnahme einer Anlage erhält der Betreiber Informationen zur Inspektion und zu Wartungsmaßnahmen gemäß DIN 1989-1.
Abgerundet wird die Anleitung durch Formblätter für die Mitteilung gemäß Trinkwasser­verordnung an das Gesundheitsamt und den Wasserversorger bzw. die Kommune bzgl. Inbetriebnahme der Regenwassernutzungsanlage. Die Betriebsanleitung kann für 3 Euro zzgl. Versandkosten bei der Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung, Havelstr. 7 A, 64295 Darmstadt Fax 0 6151/339258 e-mail: info@fbr bezogen werden.


Darmstadt, im März 2003

Regenwassernutzung international im Aufwind

Die Betriebs- und Regenwassernutzung für Siedlungsgebiete wird international immer populärer. Deutschland nimmt weltweit eine Führungsrolle in der Betriebs- und Regenwassernutzung ein. Seit den Internationalen Regenwassertagen 2001 in Mannheim - die von der fbr veranstaltet wurden - sind weltweit eine Vielzahl von Projekten realisiert worden. Aufbauend auf den Erfahrungen und dem Austausch auf dieser erstmalig in Europa stattgefundenen Konferenz sind weitergehende Aktivitäten und Programme unternommen worden. In Indien beispielweise ist ein Regierungsprogramm erlassen worden, das weitestgehend die Regenwassernutzung für alle neuen Bauvorhaben vorschreibt. Hintergrund des Programms ist die massive Wasserverschmutzung sowie der enorm gestiegene Wasserverbrauch. Gleichzeitig sind in Indien weitreichende Gebiete vom Monsunregen abhängig. Durch globale klimatische Veränderungen können die Monsunniederschläge unregelmäßig oder gar nicht aufgetreten. 


Darmstadt, im März 2003

Wasserrecycling im Haushalt - Eine Innovation für die Haustechnik

Früher wurde das Salatwaschwasser nicht einfach weggeschüttet sondern zur Gartenbewässerung genutzt und samstags gab es den Familienbadetag. Warmwasser wurde in großen Töpfen auf dem Holzofen erhitzt und die Kinder - einer nach dem anderen, immer der Größe nach - abgeschrubbt. In ländlichen Gebieten sammelte man sogar das Spülwasser aus der Küche, um es anschließend den Schweinen vorzusetzen. Aus rein ökologischer Sicht ist Wasserrecycling im Haushalt also nichts grundsätzlich Neues aber die Komfortansprüche haben sich seitdem stark geändert. Sich unter der Dusche von den Strapazen des Alltags zu entspannen, wird von vielen als ein Stück Lebensqualität empfunden und auf diese Form der Entspannung möchte keiner mehr verzichten. Wissenschaftliche Untersuchungen aus Hannover und Berlin machten deutlich, dass Wasserrecycling im Haushalt - unabhängig davon, ob Experten darin ein gesundheitliches Risiko sehen oder nicht - von der Bevölkerung heute nur dann angenommen wird, wenn die Nutzer gegenüber dem gewohnten Komfort keine Abstriche machen müssen.
Auf der ISH werden erstmals serienreife Grauwasseranlagen gezeigt, die ohne großen Aufwand installiert und in Betrieb genommen werden können. Viele dieser Anlagen arbeiten mit einer biologischen Reinigung des Wassers, so dass auf den Einsatz von Chemikalien verzichtet werden kann. Die Qualität des Wassers entspricht in der Regel den Anforderungen, die an Badegewässer gestellt werden. Neueste Untersuchungen zeigen, dass das aufbereitete Grauwasser neben der Toilettenspülung auch zum Wäsche waschen genutzt werden kann. Selbst wenn der letzte Spülgang mit recyceltem Dusch- und Badewasser erfolgte, ist die Keimbelastung der schrankfertigen Wäsche nicht höher als die der mit Trinkwasser gewaschenen.
Für die Sanitärbranche entfaltet sich mit dem Grauwasser-Recycling ein zusätzliches interessantes Betätigungsfeld: Durch modularen Aufbau mit einfachen Anschlussmöglichkeiten benötigt der geschulte Installateur etwa eine Arbeitsstunde um die Anlage an das vorbereitete Leitungsnetz anzuschließen. Im Hinblick auf Wartung und Betrieb ist sie vergleichbar mit einer Zentralheizungsanlage. Bei rund 4000 Euro Anschaffungskosten für eine Grauwasseranlage amortisiert sich diese bereits nach einigen Jahren durch den um ein Drittel gesunkenen Abwasseranfall.


Darmstadt, im März 2003

Wäsche waschen mit Regenwasser bleibt auch im Freistaat Bayern erlaubt!

Beim Betrieb von Waschmaschinen darf auch weiterhin Regenwasser verwendet werden. Dies hat jetzt das bayerische Verbraucherschutz-Ministerium ausdrücklich klargestellt. Erst vor wenigen Tagen hatte der Bayerische Gemeindetag unter Hinweis auf eine neue Verordnung des Bundes erklärt, dass Waschmaschinen seit dem 1.Januar diesen Jahres nur noch mit Trinkwasser betrieben werden dürfen. Dies hatte unter den Nutzern von privaten Regenwasseranlagen eine erhebliche Verunsicherung ausgelöst.
Darmstadt, 30. Januar 2003

Neue Trinkwasserverordnung erlaubt weiterhin Wäsche waschen mit Regenwasser!

Seit 01. Januar 2003 ist die neue Trinkwasserverordnung in Kraft. Die Trinkwasserverordnung regelt im wesentlichen die Anforderungen an das Trinkwasser, dass durch die Wasserversorgungsunternehmen den Haushalten geliefert wird. Die Einhaltung niedrigerer Grenzwerte für Blei, Nickel und Kupfer sind in der Verordnung neu festgelegt. Zudem haben die Gesundheitsämter eine  erweiterte Kontrollfunktion bekommen, damit das Lebensmittel Trinkwasser auch künftig eine hohe Qualität behält.

Für die Nutzer von Regenwassernutzungsanlagen ergibt sich ab dem 1. Januar 2003 eine Mitteilungspflicht an das Gesundheitsamt. Anforderungen an technische Standards, wie Kennzeichnung der Betriebswasserleitungen und eine strikte Trennung der Betriebswasserleitung vom Trinkwassernetz gilt bereits seit Jahren als Stand der Technik. Weitere Anforderungen werden in der DIN 1989-1 geregelt.

Wichtig für den Regenwassernutzer: "Wäsche waschen mit Regenwasser" bleibt nach wie vor erlaubt! Dies ist in der amtlichen Begründung der Trinkwasserverordnung verankert.


Darmstadt, 15. Januar 2003

Sonderschau „Betriebs- und Regenwasser“ der Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung e.V. (fbr) und des Hessischen Umweltministeriums auf der ISH 2003

Halle 9.1 Stand D 10

Nach der sprunghaften Entwicklung und Verbreitung von Produkten und Anlagen zur Regenwassernutzung im Ein- und Zweifamilienhaussektor, ergibt sich vermehrt die Nachfrage im gewerblichen und industriellen Bereich- auch im internationalen Umfeld.
Gleichzeitig mit der Etablierung der Betriebs- und Regenwassernutzung steigt der Trend zu weiteren Maßnahmen der Regenwasserbewirtschaftung (Rückhaltung und Versickerung) auf Grundstücken. Diese Maßnahmen bietet neben Gebühreneinsparungen für die Grundstückseigentümer den Vorteil einer erheblichen Entlastung der öffentlichen Kanalsysteme und Abwasserreinigungsanlagen.

Im Einzelnen wird zu folgenden Themen informiert:

  • Stand der Technik zur Regenwassernutzung
  • DIN 1989 Regenwassernutzung – aktuelle neue Technische Regel
  • Innovationen in Bereich Grauwasserrecycling – neues fbr-Hinweisblatt
  • Neue Entwicklungen im Bereich der ökologischen Sanitärtechnik
  • Messe– und Produktinformationen zur Betriebs- und Regenwassernutzung

Umfangreiche Informationsmaterialien, Broschüren und Fachbücher für Architekten, Fachplaner und Handwerker werden bereitgehalten. Qualifizierte BeraterInnen zu allen genannten Bereichen stehen den Besuchern für ausführliche Gespräche während der gesamten Messe zur Verfügung.


Darmstadt, 15. Dezember 2002

Produkte für die Regenwassernutzung und Versickerung: fbr-Marktübersicht

Durch die steigende Nachfrage von Bauherren an der Technik zur Regenwassernutzung und Versickerung hat die Industrie reagiert. Es gibt zwischenzeitlich zahlreiche Produkte, die speziell zur Nutzung und Versickerung von Regenwasser entwickelt wurden. In der Marktübersicht werden Filter, Speicher aus Beton und Kunststoff, Pumpen und Regenwasserzentralen für die Regenwassernutzung dargestellt. Abgerundet wird die Marktübersicht durch Produkte zur Versickerung und Speicher für die Gartenbewässerung.

Die Marktübersicht stellt auf 40 Seiten über 150 Produkte von rund 50 Herstellern vor und kann gegen einen Unkostenbeitrag von 5 Euro bei der fbr, Havelstr. 7A, 64295 Darmstadt, Fax: 06151/339258, e-mail: info@fbr.de bezogen werden.


Darmstadt, 15. August 2002

Verfehlte Hochwasserpolitik präsentiert nun die Rechnung

Jahrzehntelang wurde in Deutschland sorglos mit dem Hochwasserschutz umgegangen. Flächen wurden versiegelt, Flüsse wurden ausgebaut - natürliche Hochwasserschutzzonen besiedelt und zubetoniert. Die Folgen werden jetzt in Deutschland sichtbar: Schäden in Milliardenhöhe müssen von Bewohnern sowie den Kommunen und Ländern getragen werden. Zahlreiche Firmen oder Wohneigentümer werden sich nie wieder von den finanziellen Fiasko erholen können.

"Aktiver Hochwasserschutz könnte schon längst durch eine nachhaltige Regenwasserbewirtschaftung erfolgen," so Dietmar Sperfeld, Fachreferent der Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung e.V. in einem Interview. "Aber in den meisten deutschen Kommunen und Bundesländern werden engagierten Bürgern Steine in den Weg gelegt oder nachhaltige Maßnahmen blockiert." Jüngstes Beispiel einer verfehlten Hochwasserpolitik wurde mit der Novellierung der Trinkwasserverordnung geschaffen: anstatt die Nutzung von Regenwasser politisch, wenn schon nicht finanziell, zu fördern wird bei einer Nutzung die Abnahme der Anlage durch das Gesundheitsamt vorgeschrieben und das Wäsche waschen mit Regenwasser eingeschränkt. Hier überlegen sich Bauherren nun zweimal, ob sie die Mehrkosten einer Regenwassernutzungsanlage von ca. 4000 Euro auf sich nehmen. Dabei dient die Regenwassernutzung neben der Einsparung von Trinkwasser auch aktiv dem Hochwasserschutz: durch die Zwischenspeicherung des Regenwassers wird das Wasser erst zwei bis vier Wochen nach dem Regenereignis durch die Nutzung verzögert an die Kanalisation abgegeben, was das Hochwasser an Donau und Elbe zwar nicht verhindert hätte, allerdings wären die Scheitelpunkte und die damit verbundenen Kosten deutlich niedriger ausgefallen. Ihrer Verpflichtung dem Bürger gegenüber kommen nur wenige Kommunen nach. Ein Beispiel ist Zweibrücken: In den Neubaugebieten wird die Regenwassernutzung zwingend vorgeschrieben wobei die Speicher über ein sogenanntes Retentionsvolumen verfügen müssen. Das Wasser aus diesen Speichern wird gedrosselt abgegeben oder vor Ort versickert. Zweibrücken konnte bei diesen Neubaugebieten auf einen Regenwasserkanal verzichten so dass bei Regen letztendlich die Flüsse entlastet werden.

Aber auch die passive Regenwasserbewirtschaftung hat in Deutschland noch nicht in die Bürokratie Einzug gehalten. Bereits 1985 entschied das Bundesverwaltungsgericht, dass der Verbrauch von Trinkwasser als Bemessungsgrundlage für die Gebühren zur Entsorgung des Regenwasser nicht zulässig sei. Das Gericht entschied, das Regenwasser verursachergerecht zu bezahlen sei: Wer große versiegelte Flächen hat muss folglich mehr für die Entsorgung des Regenwassers zahlen. Aber selbst heute müssen Bürger noch klagen damit die Kommune endlich gesplittete Gebühren einführt, wie die eine Klage im Sommer 2002 eines Bürgers gegen die Stadt Jülich zeigt. Würde Regenwasser nach der tatsächlich zu entsorgenden Menge abgerechnet ist sicher mancher bereit, Regenwasser zu nutzen und auf seinem Grundstück zu versickern oder sein Dach zu begrünen und Flächen mit wasserdurchlässigem Material zu befestigen. Würden wir die Entsorgung des Regenwassers in die Eigenverantwortung von interessierten Bürger legen - wären die Folgen der Flutkatastrophe nicht so verheerend gewesen.


Darmstadt, 01. Juni 2002

Norm zur Regenwassernutzung gibt Sicherheit

Die DIN 1989 "Regenwassernutzungsanlagen" dient der Absicherung der Arbeiten von Ingenieuren, Installateuren, Herstellern und nicht zuletzt beim Bauherren, die hierdurch eine fachgerechte und nach dem Stand der Technik durchgeführte Bauausführung erhalten.
"Technische Regelwerke in Form von DIN-Normen sind für alle Bereiche des Bauens bedeutend", so Dietmar Sperfeld, Fachreferent der Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung e.V.. "Dies gilt für die öffentliche Verwaltung genauso wie für den Gesetzgeber, der technische Sachverhalte festlegt, den Gerichten, die zur Rechtsprechung den anerkannten Stand der Technik ermitteln müssen und den Vertragsparteien, die den Leistungsumfang bestimmen müssen. Die DIN 1989-1 "Regenwassernutzungsanlagen - Teil 1: Planung, Ausführung, Betrieb und Wartung" stellt einen wichtigen Meilenstein für die Regenwassernutzung auf ihrem Weg zur normalen und anerkannten Baustein der Haustechnik dar. Die Norm wird die Planungs- und Ausführungssicherheit positiv beeinflussen und somit die Qualität der ausgeführten Anlagen weiter steigern." 
Die DIN 1989 gilt sowohl für häusliche Verwendungsbereiche (Bewässerung, Gebäudereinigung, Toilettenspülung, Wäschereinigung) als auch für gewerbliche und industrielle Anwendungen (z. B. Kühlzwecke, Wasch- und Reinigungsanlagen).
Die DIN kann bei der Beuth Verlags GmbH, 10772 Berlin, Telefon 030/2601-2260 oder per e-mail: postmaster@beuth.de bezogen werden.


Darmstadt, 25. Mai 2002

Herausragende Präsentation der Regenwassernutzung auf der IFAT 2002 in München

Außerordentlich erfolgreich verlief die Präsentation der Betriebs- und Regenwassernutzung auf der IFAT 2002 in München. Die Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung als Initiator des Gemeinschaftstandes Betriebs- und Regenwasser präsentierte mit den beteiligten Mitgliedsunternehmen neueste Entwicklungen und Trends in der ökologischen Regenwasserbewirtschaftung.
Das große Interesse der Messebesucher an Beratung und Informationsmaterial hat gezeigt, dass die Betriebs- und Regenwassernutzung als Zukunftstechnologie weiter im Trend liegt. Mehr als 5.000 Exemplare der fbr-Medien fbr-Branchenführer, fbr-wasserspiegel, Markübersicht und fbr-tops wurden auf der Messe an das Fachpublikum aus zahlreichen europäischen Ländern verteilt. Fachliche Schwerpunktthemen am Stand waren durch Nachfragen von Mitarbeitern aus Ingenieurbüros und von Planern und Architekten die neue DIN 1989-1 Regenwassernutzungsanlagen, die aktuell im April 2002 erschienen ist. Mitarbeiter aus den Kommunen haben sich bei der fbr über das Wäsche waschen mit Regenwasser informiert. Darüber hinaus fanden Retentionsspeicher mit gedrosseltem Ablauf, die Abflussspitzen des Regenwassers vom Grundstück zeitverzögert an die Kanalisation abfließen lassen sehr großes Interesse bei den Messebesuchern aus den Kommunen. Ebenso galt das Interesse den neuartigen Versickerungssystemen mit Substratfüllungen. Sie ermöglichen die Versickerung bei gleichzeitiger Reinigung des abfließenden Wassers.


Darmstadt, 19. April 2002

fbr-Förderpreis an Diplomandin aus Hannover verliehen

Die Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung e.V. hat den diesjährigen fbr-Förderpreis an Frau Angela Wirtz, Universität Hannover anlässlich der fbr-Mitgliederversammlung am 19.04.2002 in Frankfurt am Main im Ökohaus verliehen. Das diesjährige Preisgeld wurde von der ESPA Deutschland GmbH mit Sitz in Alzenau gestiftet.
Mit der international ausgerichteten Arbeit "Ein Konzept zum Erhalt der Altstadtgärten Sana'as" hat sich Frau Wirtz mit den bestehenden siedlungswasserwirtschaftlichen Problemen im Jemen am Beispiel der Stadt Sana'a auseinandergesetzt.
Eingereicht wurde die Arbeit an der Universität Hannover im Fachbereich Architektur und betreut durch Frau Prof. Margit Kennedy (Hannover) und Prof. Ralf Otterpohl (Hamburg-Harburg).

Die Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung e.V. prämiert jährlich herausragende Arbeiten zum Themenbereich ökologische Regenwasserbewirtschaftung und bietet jungen Wissenschaftlern einen Anreiz, sich mit zukunftsorientierten Problemstellungen auseinander zu setzen.


Darmstadt, 05. April 2002

Neuerscheinung: Informationsblatt zur Regenwassernutzung in Gewerbe und Industrie

Betriebs- und Regenwassernutzung für kleine und mittelständische Betriebe: wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll! heißt das neue Informationsblatt der fbr. Das neue fbr-top 8 gibt einen Überblick zur Betriebs- und Regenwassernutzung für gewerbliche und industrielle Unternehmen. 
Vor allem der starke Anstieg der Trinkwasser- und Abwassergebühren hat dazu geführt, dass immer mehr Unternehmen Anlagen zur betrieblichen Nutzung von Regenwasser oder zum Wasserrecycling errichten. Überall dort, wo keine Trinkwasserqualität erforderlich ist, kann beispielsweise Regenwasser eingesetzt oder in bestimmten Produktionsprozessen eingesetzt werden. Wichtige Randbedingungen für die erfolgreiche und wirtschaftliche Substitution von Trinkwasser sind verfügbare Dachflächen und ein regelmäßiger Betriebswasserbedarf. Nicht zuletzt durch die weitgehende Umstellung der Entwässerungssatzung der Kommunen auf die "gesplittete Abwassergebühren" wird die Regenwassernutzung für Betriebe finanziell interessant.
Das fbr-top zeigt die vielfältigen Möglichkeiten der Betriebswassernutzung und gibt Hinweise zu Einsatzbereichen, Anlagenkomponenten und Wirtschaftlichkeit. Zahlreiche Anwendungsbeispiele aus dem Dienstleistungsbereich, dem produzierenden und verarbeitenden Gewerbe, aus der Landwirtschaft, dem Handel und aus dem Handwerk sind bereits erfolgreich realisiert worden. Viele Planer sind mit den verfügbaren Techniken vertraut. Betriebssichere Anlagen werden mittlerweile kostengünstig und schlüsselfertig geliefert, benötigen wenig Platz und können mit minimalem Aufwand gewartet werden. Diese Entwicklung kommt vor allem den Betrieben zugute, die nicht über einen Umweltbeauftragten oder Wasserexperten verfügen. Das fbr-top kann von interessierten Personen bei der fbr kostenlos angefordert werden.


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